Rechnungshofbericht:

Zahlenrätsel um Spitälerpersonal

Rätselhaft! Da stellt der Bundesrechnungshof auf Basis der vom Land OÖ gemeldeten Zahlen fest, es habe in den Landesspitälern von 2010 bis 2015 einen Personalabbau um 10 Prozent gegeben (wir berichteten) - doch dann widerspricht die landeseigene Spitälerholding Gespag diesen Zahlen und redet vom Gegenteil...

"Quelle: Amt der Oberösterreichischen Landesregierung" steht unter der Tabelle mit den jährlich (außer im Wahljahr 2015) deutlich sinkenden Personalzahlen in den Landesspitälern. Die der Rechnungshof so resümiert: "Der Stand an Bediensteten in den Krankenanstalten sank von 2010 bis 2015 von 5969 VBÄ (aus allen Köpfen errechnete Vollzeitstellen) auf 5379,5 VBÄ, das entsprach einer Reduzierung um 9,9 Prozent."

Gespag widerspricht den Zahlen
Aus der Gespag wird diesen Oberösterreich-Zahlen massiv widersprochen, wobei laut Geschäftsberichten  2015 insgesamt 8264 (auf Vollzeit gerechnete) Mitarbeiter vorhanden waren, etwas mehr als 2014 (8181) oder 2013 (8166). Erst durch die Einbringung zweier Spitäler ins Kepler Uni-Klinikum ist der Gespag-Personalstand um 2481 VBÄ hinuntergerasselt. Es habe also (außer in der Verwaltung) keinen Personalabbau gegeben, sondern das Gegenteil, protestiert die Gespag. In der Landesregierung ist man gerade bemüht, das Zahlenrätsel doch noch aufzuklären.

Werner Pöchinger, Kronen Zeitung

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