Doping-Skandal:

Im Extremfall droht Wagner Gefängnis!

Für Leichtathletik-Manager Robert Wagner kann es nach seinen "Doping-Aussagen" noch extrem bitter kommen. Nationale Anti-Doping-Agentur (NADA) und Bundeskriminalamt (BKA) wollen aktiv werden. Im schlimmsten Fall würde Wagner gar eine Haftstrafe drohen.

Eigentlich sei es nur "Angeberei" gewesen. Gegenüber britischen Journalisten, die sich als Filmteam ausgegeben und vorgegeben hatten, ein Werk über einen Läufer drehen zu wollen, hatte Robert Wagner im Trainingscamp von Justin Gatlin behauptet, auf einen "verlässlichen Arzt zurückgreifen und Dopingmittel in die USA liefern" zu können. "Das war freilich nicht ernst gemeint", erklärt der Scharnsteiner, der damit ungewollt Ermittlungen gegen 100-Meter-Weltmeister Justin Gatlin einleitete.

Es könnte auch für Wagner ernst werden
Ernst könnte es aber jetzt nicht nur für den amerikanischen Sprintstar, sondern auch für Wagner, Ex- Manager von Steffi Graf, werden. Denn die NADA bestätigte, dass man bei Leichtathletik-Weltverband und Welt-Anti-Doping-Agentur um den Fall betreffende Unterlagen angefragt habe, um  aktiv werden zu können. "Aber erst wenn wir Informationen haben, können  wir den Fall untersuchen."

Handel mit Doping-Substanzen ist illegal
Selbiges gilt  für das Bundeskriminalamt, das dann Ermittlungen erwägen würde. Denn der Handel mit Doping-Substanzen ist in Österreich Strafrechtsbestand. Für gewerbsmäßigen Handel mit Dopingmitteln drohen  bis fünf Jahre Haft. Doch auch Sportbetrug wäre in der "Causa Gatlin/Wagner" ein Thema. "Bei Sportbetrug mit einer Schadenssumme von über 50.000 Euro würden im Fall eines Schuldspruchs gar bis  zehn Jahre Haft drohen", so das BKA. Das wäre freilich der Extremfall. Bisher wird in Österreich - anders als  weltweit  - noch nicht  ermittelt.

Gernot Bachler, Kronen Zeitung

Kommentare
Eingeloggt als 
Nicht der richtige User? Logout

Willkommen in unserer Community! Eingehende Beiträge werden geprüft und anschließend veröffentlicht. Bitte achten Sie auf Einhaltung unserer Netiquette und AGB. Für ausführliche Diskussionen steht Ihnen ebenso das krone.at-Forum zur Verfügung.

User-Beiträge geben nicht notwendigerweise die Meinung des Betreibers/der Redaktion bzw. von Krone Multimedia (KMM) wieder. In diesem Sinne distanziert sich die Redaktion/der Betreiber von den Inhalten in diesem Diskussionsforum. KMM behält sich insbesondere vor, gegen geltendes Recht verstoßende, den guten Sitten oder der Netiquette widersprechende bzw. dem Ansehen von KMM zuwiderlaufende Beiträge zu löschen, diesbezüglichen Schadenersatz gegenüber dem betreffenden User geltend zu machen, die Nutzer-Daten zu Zwecken der Rechtsverfolgung zu verwenden und strafrechtlich relevante Beiträge zur Anzeige zu bringen (siehe auch AGB).

Produktvergleiche

Alle Produkte sehen
Newsletter