Gefräßige Nager

Kulanzlösung lässt die Bauern mit Bibern leben

Oberösterreich
05.01.2007 18:52
Sie waren so gut wie ausgerottet, doch jetzt sind sie wieder da: die Biber. Mehr als 300 der bis zu 30 Kilo schweren Nager vermehren sich vor allem an Donau, Salzach, Inn und Traun fleißig. Folge: Schäden bei Baumkulturen und Feldfrüchten. Die Bauern leben mit den Nagern, zahlt das Land doch kulant Entschädigungen.

„Der Biber ist kein jagdbares Tier, und deshalb gibt es keinen Rechtsanspruch auf Entschädigungen“, weiß Helmut Sieböck, Geschäftsführer des oö. Landesjagdverbandes. Doch da das Land Oberösterreich die Biberansiedelung unterstützt, gibt es einen Ausweg: Es werden bei Schäden Förderungen etwa zur Wiederaufforstung gewährt. „Etwa 20 bis 30 Anträge mit Schäden bis zu 1000 Euro gibt es jährlich“, sagt Gerald Neubacher von der Umweltabteilung des Landes OÖ.

In Niederösterreich fehlen Kulanz-Lösungen. Hier gibt´s mehr Unmut über die Rückkehr des Bibers als bei uns. „Ein Biberpaar, das streng monogam lebt, hat jährlich bis zu sechs Junge“, sagt Sieböck. Da natürliche Feinde wie Luchs, Wolf und Vielfraß fehlen, wächst die Zahl der Nager stetig. Sogar an der Großen Mühl wurde schon ein Biber gesichtet.

 

 

 

Foto: Privat

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