12.12.2017 13:00 |

Zukunftsausblick

Impfungen gegen Alzheimer und Allergien in Sicht

Erste erfolgreiche Studienergebnisse bei der Alzheimer-Impfung, eine Injektion gegen Schnupfen und Allergie als Option für die nahe Zukunft: Es tut sich viel bei der Behandlung und Vorbeugung von Krankheiten, die in Zusammenhang mit dem Immunsystem stehen.

"Künftig werden wir uns beim Impfen nicht nur ausschließlich auf Infektionskrankheiten, sondern vermehrt auf solche Zivilisationserkrankungen konzentrieren", gab Ursula Wiedermann-Schmidt, wissenschaftliche Leiterin des Österreichischen Impftages (13.1.2018) und Leiterin des Instituts für Spezifische Prophylaxe und Tropenmedizin der MedUni Wien bei einer Pressekonferenz einen aktuellen Ausblick. An der Universitätsklinik für Klinische Pharmakologie der MedUni Wien in Kooperation mit der MedUni Graz wird derzeit fieberhaft an einem Impfstoff gegen Eiweißstoffe, wie sie typischer Weise bei Alzheimerdemenz auftreten (Beta-Amyloid, TAU), gearbeitet. Es finden auch bereits vielversprechende klinische Studien statt. TAU-Proteine sind maßgeblich am Stofftransport in den Nervenzellen beteiligt. Bei Störung wird deren Funktion behindert, schließlich kommt es zum Zelltod. Die Impfung soll diese Störung verhindern und damit die weitere Verschlechterung der Gedächtnisleistung stoppen.

Führend sind österreichische Wissenschafter auch am Institut für Pathophysiologie und Allergieforschung der MedUni Wien um Rudolf Valenta, der schon mit der Erfindung des Allergie-Chips (mit nur einem Tropfen Blut können etwa 100 verschiedene Auslöser diagnostiziert werden) auf sich aufmerksam machte. Studienergebnisse lassen hoffen, dass Schnupfen und allergische Reaktionen noch vor dem Auftreten verhindert werden können.Bei der Fachveranstaltung wird auch das Thema Reiseimpfungen behandelt werden und die neuesten Ergebnisse über Zika- und Dengueimpfstoffe vorgestellt.

Karin Podolak, Kronen Zeitung

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