Mo, 21. Jänner 2019

Erste Bank Open

27.10.2017 21:59

Kohlschreiber zum vierten Mal im Wien-Semifinale

Philipp Kohlschreiber ist zum vierten Mal ins Semifinale des Wiener Stadthallen-Turniers eingezogen! Der 34-jährige Deutsche besiegte den Argentinier Diego Schwartzman am Freitag nach 1:54 Stunden mit 7:5, 7:6(6). Der zweifache Kitzbühel-Sieger Kohlschreiber war froh, dass er gegen den starken Südamerikaner in zwei Sätzen erfolgreich war. "Wir hatten tolle Ballwechsel, wir beide sind ja für unser Grundlinienspiel bekannt. Vielleicht hatte ich heute auch das Quäntchen Glück", sagte der Deutsche, der seit Jahren in Kitzbühel lebt.

Von einem möglichen Österreich-Double will Kohlschreiber noch nicht träumen. "Das ist noch weit weg, da will ich auch nicht daran denken. Aber ich bin natürlich happy wie meine Performance in Österreich ist. Wahrscheinlich ist es das doch etwas bessere Essen als in Deutschland", scherzte der Weltranglisten-34. Nicht nur, weil er Wahl-Tiroler ist, sondern auch, weil er seit einigen Monaten vom Oberösterreicher Markus Hipfl gecoacht wird, ist ein starker Bezug zu Österreich da.

"Markus sagt, ich darf in Österreich nicht verlieren, er baut da Druck auf", erzählte Kohlschreiber lachend. "Ich freue mich natürlich auch für ihn. Wir arbeiten ein paar Monate zusammen und es läuft hervorragend. Man weiß, es kommen auch wieder schwierigere Zeiten. Wir sind auf einem guten Weg, haben viel Spaß und ergänzen uns gut."

Jetzt wartet Tsonga auf Kohlschreiber
Im Kampf um sein erstes Wien-Endspiel trifft er nun auf den Franzosen Jo-Wilfried Tsonga. "Tsonga ist schon lange auf der Tour und sehr guter Hallenspieler. Aber es gibt auch für den kleinen Underdog eine Chance - und die muss man nutzen." Der als Nummer acht gesetzte Tsonga besiegte den topgesetzten Weltranglisten-Vierten Alexander Zverev mit 7:6(6), 6:2. Tsonga hat in Wien 2011 schon einmal gewonnen und stand im Vorjahr im Endspiel.

Zverev wirkte im Finish des zweiten Satzes etwas lustlos und musste auch Pfiffe des Publikums über sich ergehen lassen. Eine Erklärung dafür gab der 20-jährige Deutsche in der Pressekonferenz: "Ich war ein bisschen krank und habe in den letzten zwei Tagen Magen-Darm-Probleme gehabt. Ich habe das letzte Mal vor dem Simon-Match etwas gegessen, deswegen waren meine Kräfte irgendwann zu Ende", sagte Zverev. Die Partie gegen Simon war am Mittwochabend gewesen.

Novak-Bezwinger Edmund weiter, Thiem-Bezwinger Gasquet out
Bereits zuvor hatte sich Novak-Bezwinger Kyle Edmund als erster Spieler für das Halbfinale qualifiziert. Der Brite besiegte den Deutschen Jan-Lennard Struff 6:2, 7:5 und verhinderte damit die Chance auf ein Semifinale beim Erste Bank Open mit dreifacher deutscher Beteiligung. Edmund trifft am Samstag (14 Uhr) auf den Franzosen Lucas Pouille. Letzterer schaltete Thiem-Bezwinger und Landsmann Richard Gasquet mit 7:6(5), 6:1 aus.

Bandscheibenvorfall! Marach muss seine Saison beenden
Die Verletzungsserie im österreichischen Tennis hält indes an: Oliver Marach muss wegen eines Bandscheibenvorfalls seine Saison vorzeitig beenden und konnte zum Doppel-Halbfinale in der Wiener Stadthalle am Freitag nicht mehr antreten. Der 37-jährige Steirer befand sich Freitagnachmittag bereits auf dem Weg zu einem Spezialisten in Deutschland.

"Ich kann nicht spielen. Ich habe einen schweren Bandscheibenvorfall und bin weg für die Saison", erklärte Marach. Der Steirer war mit großen Hoffnungen nach Wien gekommen und hatte mit Partner Mate Pavic noch gute Chancen auf die ATP World Tour Finals. Das Duo hatte ja u.a. mit dem Einzug ins Wimbledon-Endspiel für Furore gesorgt.

Rodionov verpasst bei Junioren-Masters den Semifinal-Einzug
Abseits des Geschehens in Wien verpasste indes Jurij Rodionov beim Masters der Tennis-Junioren in Chengdu in China trotz zweier Siege in drei Spielen den Einzug ins Halbfinale. Obwohl der 18-jährige Linkshänder am Freitag gegen den Chinesen Wu Yibing 6:4, 6:2 gewann, muss er ab Samstag im Play-off um die Plätze fünf bis acht sein Glück versuchen. Erster Gegner dabei ist der US-Amerikaner Trent Bryde. "Es ist sehr bitter, wenn du zwei Matches gewinnst, darunter gegen die Nummer eins der Junioren, und nicht aufsteigst", sagte Rodionov.

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