31.08.2017 08:54 |

Landwirte sauer

Hausdurchsuchungen nach Schüssen auf Asylheim

Bei der Suche nach den Attentätern, die - wie berichtet - mit einer Schrotflinte auf ein Asylheim in Oberösterreich geschossen hatten, gab es nun erste Hausdurchsuchungen. Eine betroffene Landwirtefamilie kritisiert: "Obwohl es bei uns keine Verdachtsmomente gab, hinterließen die Polizisten enorme Unordnung!"

Bekanntlich sollen die Schüsse in Rosenau/Hengstpaß in der Nacht auf Sonntag laut Zeugen aus einem schwarzen Auto heraus abgefeuert worden sein. Eine junge Frau gab dazu nun einen Tipp, dass der Sohn einer Landwirtefamilie im nahen Edlbach einen schwarzen Kombi fährt - woraufhin zwölf Beamte zur Hausdurchsuchung anrückten.

"Wurden wie Verbrecher behandet"
"Obwohl rasch nachgewiesen wurde, dass mein Bruder, auf den der Wagen zugelassen ist, zum Tatzeitpunkt bei einem Fest in der Steiermark war, wurden im Haus alle Laden umgedreht und enorme Unordnung hinterlassen. Es ist klar, dass ermittelt werden muss, aber wir wurden wie Verbrecher behandelt", kritisiert ein Sohn der Familie.

Eine Durchsuchung des schwarzen Kombis, des Hauses und des Wirtschaftsgebäudes brachte keine Hinweise auf eine Täterschaft. Da der Bauer aber auch Jäger ist, stellten die Polizisten zwei Schrotgewehre sicher.

Sachdienliche Hinweise werden an das LVT unter der Telefonnummer 059/13340-8000 erbeten.

Johann Haginger, Kronen Zeitung

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