01.04.2017 06:30 |

Nur 1,4 km groß

Mit Fernglas sichtbar: Komet rast an Erde vorbei

Ab sofort könnte sich für Astronomie-Interessierte ein Blick in den Nachthimmel lohnen. Der Grund: Der Komet "TGK" schaut mal wieder bei uns vorbei. "41P/Tuttle-Giacobini-Kresak kommt der Erde näher als andere Kometen", sagt der Vorsitzende der deutschen Vereinigung der Sternfreunde (VdS) in Heppenheim, Otto Guthier. "Bei Dunkelheit ist er mit dem Fernglas in den nächsten Tagen gut zu sehen. Er sieht aus wie eine kleine Wolke, die diffus leuchtet."

Der Durchmesser von "TGK" betrage rund 1,4 Kilometer. "Damit ist er ein kleinerer Komet", so Guthier. Bereits am Samstag werde der Brocken aus Eis, Staub und Gestein mit rund 21 Millionen Kilometer seinen kürzesten Abstand zur Erde haben. "Entfernungen wie diese haben wir aber schon mehrere gehabt", sagte der VdS-Kometen-Experte Uwe Pilz. Die Beobachtung von 41P könne sogar bis Ende April möglich sein, von der Zeit um den Vollmond am 11. April, dessen Helligkeit störe, abgesehen.

Komet war 1973 sogar mit freiem Auge sichtbar
Der kurzperiodische Komet mit der Bezeichnung 41P war erstmals am 3. Mai 1858 von dem amerikanischen Astronomen Horace Parnell Tuttle entdeckt und nach Bahnstörungen jeweils 1907 von Michel Giaccobini und 1951 von Lubor Kresák wiederentdeckt worden. Im Jahr 1973 kam es zu einem bemerkenswerten Helligkeitsausbruch, der dazu führte, dass der Komet 41P/Tuttle-Giacobini-Kresak sogar mit freiem Auge sichtbar war. Zuletzt war der Komet, der für eine Umrundung der Sonne 5,4 Jahre benötigt, anno 2006 von der Erde aus gut zu sehen.

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