23.02.2017 19:56 |

Gegen Opernball

Wenige Hundert Demonstranten zogen durch Wien

Unter dem Motto "Eat the Rich" sind am Donnerstagabend einige Hundert Menschen auf die Straße gegangen, um gegen den Wiener Opernball zu demonstrieren. Als Veranstalter zeichnete die Kommunistische Jugend Wien verantwortlich. Die Demonstration verlief weitgehend friedlich.

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Um 18 Uhr trafen sich die Teilnehmer des Protestzuges bei der U-Bahn-Station Johnstraße. Zu Beginn waren laut Polizei lediglich etwa 32 Opernball-Gegner vor Ort. Das kapitalistische System habe eine Welt geschaffen, in der die acht Reichsten so viel besitzen wie die ärmsten 50 Prozent, hieß es bei der Auftaktkundgebung. Auch Österreich sei keine Insel der Seligen, so die Demonstranten. Anschließend setzte sich der Demozug gegen 19 Uhr in Bewegung.

Im Laufe des Abends bewegten sich die Demonstranten über die Hütteldorfer Straße zum Neubaugürtel und wanderten anschließend die Mariahilfer Straße hinunter bis zum Museumsquartier. Die Veranstalter sprachen von etwa 500 Teilnehmern, laut Polizeisprecher Paul Eidenberger seien jedoch maximal 250 Personen vor Ort gewesen.

Für die Demonstration wurden vorübergehende Verkehrssperren eingerichtet. Autofahrer sollten laut ÖAMTC zumindest kurze Verzögerungen einplanen.

Gewalttätige Proteste in der Vergangenheit
Demonstrationen gegen den Wiener Opernball haben eine lange Geschichte. Insbesondere in den 1980er-Jahren gingen zahlreiche Menschen auf die Straße, um Stimmung gegen den Nobelball zu machen. Die Proteste verliefen nicht selten gewalttätig.

David Lang, der Bundesvorsitzende der Kommunistischen Jugend, hatte im Vorfeld betont, dass der Marsch heuer "keinen konfrontativen Charakter" habe.

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