Do, 19. Juli 2018

Eigene OÖ-Partei

18.10.2006 19:45

Landes-VP will mehr Eigenständigkeit

„Bei einer großen Koalition im Bund ist die Betonung der Eigenständigkeit wichtig“, verordnet VP-Landeschef LH Josef Pühringer seiner Partei nach zwei Tagen Klausur-Debatte ein „Oberösterreich-Profil“. Dabei geht es auch um Grundsatzpolitisches. „Wir müssen unser soziales Profil schärfen“, so Pühringer.

Als überzeugten Vertreter der christlichsozialen Tradition in der VP hat es Pühringer besonders getroffen, dass „uns die SP soziale Kälte vorgeworfen und damit die Wahl gewonnen hat“. Hauptziel bis zur Landtagswahl 2009 ist daher, „dass die VP Oberösterreich als ,Partei der Menschen´ erlebt wird, die wirtschaftliche Kompetenz mit sozialer Verantwortung verbindet“, so Parteimanager Michael Strugl. Soziale Leitlinien, die ein bereits seit Februar tätiger VP-Ausschuss erarbeitet, sollen „stärker in die Landespolitik einfließen“.

In die Bundespolitik will sie Pühringer selbst tragen: Er führt im Ausschuss für Soziales die Koalitionsverhandlungen der Bundes-VP mit der SP. Differenzen mit einer rotschwarzen Bundespolitik sind dennoch einkalkuliert: „Die Landes-VP wird sich auch gegenüber dem Bund als starke Oberösterreich-Partei positionieren“, kündigt Pühringer an und sieht den „oberösterreichischen Weg“ auch als Rezept für die Bundes-VP: „Die Betonung des Sozialen gilt nicht nur für uns selbst, sie ist auch eine Aufforderung an die Bundespartei.“

 

 

 

Foto: Chris Koller

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