Sa, 20. Oktober 2018

Zurück aus Syrien

25.01.2017 19:41

"Schiff der Schande" auf Rückweg nach Russland

Der russische Flugzeugträger, den Moskau zur Unterstützung der syrischen Regierungstruppen ins Mittelmeer entsandt hatte, ist auf dem Rückweg nach Russland. Die britische Armee werde die "Admiral Kusnezow" und ihre Begleitschiffe nicht aus den Augen lassen, solange sie vor der Küste Großbritanniens unterwegs seien, teilte der britische Verteidigungsminister Michael Fallon am Mittwoch mit.

Fallon bezeichnete die "Admiral Kusnezow" als "Schiff der Schande", dessen "Mission nur das Leid des syrischen Volkes vergrößert" habe. "Wir geben diesen Schiffen Manndeckung", erklärte er. Zur Überwachung des Flugzeugträgers, der in Begleitung eines atombetriebenen Lenkwaffenkreuzers und eines Bergungsschleppers sei, setze sein Land Eurofighter vom Typ Typhoon sowie eine Fregatte ein.

Der Flugzeugträger hatte sich im Herbst auf den Weg nach Syrien gemacht, um die Truppen des syrischen Präsidenten Bashar al-Assad bei der Rückeroberung des jahrelang von Aufständischen kontrollierten Ostteils von Aleppo zu unterstützen.

Russland spricht von "terroristischen Zielen"
Während der zweimonatigen Mission seien von dem Schiff Angriffe auf 1252 "terroristische" Ziele geflogen worden, zitierten russische Nachrichtenagenturen den russischen Oberbefehlshaber in Syrien, Andrej Kartapolow. Die syrische Regierung und ihre Verbündeten hatten immer wieder sämtliche Gegner Assads als "Terroristen" bezeichnet, sowohl Dschihadisten als auch andere Aufständische.

Die russische Armee hatte Anfang Jänner mitgeteilt, sie beginne mit einer Verringerung ihrer Präsenz in Syrien. Russland hatte im September 2015 in den Konflikt in Syrien eingegriffen und unterstützt Assad. Mit Inkrafttreten der Waffenruhe hatte Präsident Wladimir Putin Ende Dezember jedoch einen Teilabzug der russischen Streitkräfte aus Syrien angeordnet.

Michaela Braune
Michaela Braune

Kommentare

Eingeloggt als 
Nicht der richtige User? Logout

Willkommen in unserer Community! Eingehende Beiträge werden geprüft und anschließend veröffentlicht. Bitte achten Sie auf Einhaltung unserer Netiquette und AGB. Für ausführliche Diskussionen steht Ihnen ebenso das krone.at-Forum zur Verfügung.

User-Beiträge geben nicht notwendigerweise die Meinung des Betreibers/der Redaktion bzw. von Krone Multimedia (KMM) wieder. In diesem Sinne distanziert sich die Redaktion/der Betreiber von den Inhalten in diesem Diskussionsforum. KMM behält sich insbesondere vor, gegen geltendes Recht verstoßende, den guten Sitten oder der Netiquette widersprechende bzw. dem Ansehen von KMM zuwiderlaufende Beiträge zu löschen, diesbezüglichen Schadenersatz gegenüber dem betreffenden User geltend zu machen, die Nutzer-Daten zu Zwecken der Rechtsverfolgung zu verwenden und strafrechtlich relevante Beiträge zur Anzeige zu bringen (siehe auch AGB).

Newsletter

Melden Sie sich hier mit Ihrer E-Mail-Adresse an, um täglich den "Krone"-Newsletter zu erhalten.