Sa, 17. November 2018

Drama in Sölden:

19.01.2017 16:19

Deutscher löst Lawine aus und wird getötet

Von einem Schneebrett, das er selbst ausgelöst hatte, wurde gestern im Bereich des Rotkogels bei Sölden ein deutscher Skifahrer (59) erfasst und 400 Meter in die Tiefe gerissen. Die Lawine begrub den Mann 3,5 Meter unter sich. Obwohl ihn Retter rasch ausgraben konnten kam jede Hilfe zu spät: Der Deutsche war bereits tot!

"Die Lawinengefahr bleibt von der Seehöhe abhängig. Oberhalb der Waldgrenze, spätestens oberhalb etwa 1900 Meter herrscht verbreitet erhebliche Gefahr, darunter ist diese häufig mäßig, teilweise auch gering. Die Hauptgefahr geht von einem Altschneeproblem aus, das auch vom Experten schwierig einzuschätzen ist. Gefahrenbereiche befinden sich dabei in schattigem Gelände oberhalb etwa 1900 Meter", hatte Patrick Nairz vom Tiroler Lawinenwarndienst in den Lagebericht geschrieben.

Warnung negiert, Skifahrer stieg allein auf

Doch diese Warnung hatte der Deutsche negiert: Er stieg allein von der Bergstation der Rotkogelbahnen über den Ostgrat auf und wollte in den rund 40 Grad steilen Nordhang einfahren, als sich in rund 2880 Meter Seehöhe die gewaltige Lawine löste. Die Anrisshöhe betrug zwischen 50 und 70 Zentimeter.

Retter rasch vor Ort, aber jede Hilfe kam zu spät

Obwohl die Retter sehr rasch auf der Lawine waren (Augenzeugen hatten Alarm geschlagen), kam jede Hilfe zu spät. "Wir sind aus dem Helikopter ausgestiegen und haben nach zwei Minuten ein Signal empfangen, weil der Mann ein Verschüttetensuchgerät trug. Der Schnee war sehr kompakt, wir haben zu dritt etwa 20 Minuten gegraben, bis wir den Mann sahen. Der Notarzt konnte aber nur noch den Tod feststellen", so einer der Helfer zur "Krone". Der Sohn identifizierte den Vater!

Experte: "Todeslawine war zu befürchten!"

Nairz sagt: "Die Todeslawine war zu befürchten. Auch das kommende Wochenende mit Schönwetter könnte kritisch werden."

Günther Krauthackl/Kronen Zeitung

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