Di, 19. Juni 2018

Untersuchung in USA

17.11.2016 16:03

Wütender Gamer entfesselte gewaltige DDoS-Attacke

Hinter der folgenschweren Hacker-Attacke in den USA vor vier Wochen steckt offenbar ein frustrierter Computerspieler. Der "vergleichsweise simpel vorgehende Angreifer" habe wohl eine Spieleseite im Internet lahmlegen wollen, "gegen die er persönlichen Groll hegte", sagte der IT-Sicherheitsspezialist Dale Drew der Firma Level 3 Communications.

Welche Spieleseite der wütende Hacker angreifen wollte, sagte Drew nicht. Das "Wall Street Journal" berichtete unter Berufung auf informierte Kreise, es handle sich um das Playstation Network für die gleichnamigen Spielkonsole von Sony.

Die Attacke am 21. Oktober hatte sich gegen den Internet-Dienstleister Dyn gerichtet. In der Folge gab es insbesondere an der US-Ostküste über Stunden Störungen bei zahlreichen Dyn-Kunden wie Twitter, dem Musik-Streamingdienst Spotify, dem Video-Streamingdienst Netflix und dem Auktionshaus Ebay.

DDoS-Angriff mit 150.000 Geräten
Drew bestätigte, dass es sich um eine sogenannte Denial-of-Service-Attacke handelte, bei der ein Internetdienst durch massenhafte Anfragen zum Zusammenbruch gebracht wird. Der Angreifer habe dafür ein Netz von rund 150.000 internetfähigen Geräten missbraucht, etwa Kameras, Glühbirnen und Haushaltsgeräte. Dieses von anderen Cyberkriminellen zusammengeschaltete Netzwerk habe er sich für einen gewissen Zeitraum gemietet.

Der Chefkoordinator der US-Geheimdienste, James Clapper, hatte bereits wenige Tage nach der Attacke die Vermutung geäußert, dass nichtstaatliche Angreifer hinter dem Vorfall stecken. Zuvor hatte in den USA eine Serie mutmaßlich russischer Cyberangriffe für Aufsehen gesorgt.

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