Freispruch

Terrorpropaganda: Ex-Pauli-Star entgeht dem Häfn

Sport
08.11.2016 13:52

Der Fußballprofi Deniz Naki ist in der Türkei vom Vorwurf der Terrorpropaganda freigesprochen worden. Das Gericht in Diyarbakir sei damit kurz nach Prozessbeginn einem überraschenden Antrag der Anklage gefolgt, sagte Nakis Anwalt Soran Haldi Mizrak am Dienstag. Der Linken-Abgeordnete und Prozessbeobachter Jan van Aken hatte zunächst von der Einstellung des Verfahrens gesprochen.

Bei einer Verurteilung hätten Naki, der früher für den FC St. Pauli und den SC Paderborn in der ersten und zweiten Bundesliga spielte, bis zu fünf Jahre Gefängnis gedroht. Dem gebürtigen Deutschen mit kurdischen Wurzeln war vorgeworfen worden, über Twitter und Facebook für die verbotene kurdische Arbeiterpartei PKK geworben und das Vorgehen der türkischen Regierung gegen die kurdischen Rebellen kritisiert zu haben.

Der türkische Fußballverband hatte den für den Verein Amed SK in der Kurdenhochburg Diyarbakir spielenden Mittelfeldspieler für mehrere Spiele gesperrt. Naki wurde von Politikern der deutschen Linkspartei unterstützt. Am Prozess nahm auch ein Beobachter der deutschen Botschaft in Ankara teil.

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