So, 22. Juli 2018

Einspruch

21.10.2016 19:39

Posse um Zelte: Keine Lösung in Sicht

Das rigorose Vorgehen gegen Zelte und Unterstände in der freien Natur lässt die Wogen hochgehen. Da es keine klare Definition gibt, welche Art von Regenschutz beim Fischen erlaubt ist, hagelt es hohe Strafen. Nach Einsprüchen dürfte die Causa bald sogar Gerichte beschäftigen: Eine politische Lösung ist nicht in Sicht.

Mit 600 Euro wurden - wie berichtet - Fischer abgestraft, die sich mit Schirmen vorm Regen schützen wollten. Die Behörde wertet das als "illegales Campieren".

Das Verfahren gegen die Fischer hat die BH Völkermarkt eingeleitet. Bezirkshauptmann Gert Klösch: "Es kommt immer öfter zu campingartigen Auswüchsen bei Fischern. Dabei gibt es eine Grauzone, wo Schirme aufhören und Zelte anfangen. Die Rechtslage muss ins Reine gebracht werden, am Ende wird wohl das Landesverwaltungsgericht die Causa klären müssen."

Während die Fischer im Regen stehen, holt sich die Politik in der Debatte kalte Füße: Seit Jahren ist die Frage ungelöst - niemand trifft eine Entscheidung. Die skurrilen Folgen: Um illegales Campieren nachzuweisen, suchen "Ermittler" jetzt sogar nach Hinweisen an den "Tatorten" wie Geschirrspülmittel, die Fischer als Camper entlarven sollen. Sogar Fotos von angeblich unter Schirmen schlafenden "Verdächtigen" werden als Indizien herangezogen Den Anrainern sind die "Zelte" auch ein Dorn im Auge.

Naturschutzreferent Rolf Holub plant, gewisse Zonen für zeltende Fischer freizugeben. Die Petrijünger fordern hingegen klare Regeln.

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