Gegen jeden aktuellen Trend bringt der britische Sportwagenhersteller Aston Martin nicht nur einen neuen Verbrennungsmotor auf den Markt, sondern sogar einen mit zwölf Zylindern. Die Marketingabteilung in Gaydon spricht von einem „brandneuen, furchterregenden V12-Motor, der die Rahmenbedingungen im Ultraluxussegment verschiebt“.
Er sei nicht nur ein Musterstück der außergewöhnlichen Fähigkeiten der Ingenieure Aston Martins, sondern zugleich ein unermüdlicher Verfechter der emotionalen Verbindung, die all diejenigen erfahren, die sich mit ihm auf eine pulstreibende Ausfahrt und seine instinktive Kraftentfaltung einlassen.
Nüchtern betrachtet: 835 PS und 1000 Newtonmeter. Bei der Überarbeitung wurde „jeder Arbeitsprozess des Verbrennungsvorgangs verfeinert“, dadurch soll das Triebwerk nicht nur besonders leistungsstark, sondern auch effizient sein.
Zu den technischen Höhepunkten des neuen V12 zählt der Hersteller einen verstärkten Zylinderblock und ebensolchePleuel, neu gestaltete Zylinderköpfe mit reprofilierten Nockenwellen sowie neue Einlass- und Auslasskanäle. Neu positionierte Zündkerzen und neue Einspritzdüsen mit höherer Durchsatzrate verbessern die Verbrennung. Darüber hinaus sorgen neue Turbolader mit höherer Drehzahl und geringerem Trägheitsmoment für eine verbesserte Leistung und Gasannahme.
„Der V12 gilt schon lange als ein Zeichen der Macht und des Prestiges, aber er ist auch ein Beweis für die Leidenschaft und das technische Können der Ingenieure. Dieser unvergleichliche Motor läutet bei Aston Martin den Aufbruch in eine neue, überwältigende Ära der V12-Aggregate ein“, sagt Roberto Fedeli, Chief Technical Officer von Aston Martin.
Der neue V12-Motor soll Jahr in streng limitierten Stückzahlen von Hand gefertigt und in den exklusivsten, limitierten Modellen der Briten zum Einsatz kommen wird – erstmals in einem neuen Flaggschiffmodell, das später in diesem Jahr präsentiert werden soll.
Wirtschaftliche Probleme
Aston Martin ist zum Jahresauftakt tiefer in die Verlustzone gerutscht als erwartet. Im ersten Quartal hat sich das Minus vor Steuern auf 111 Millionen Pfund (130 Millionen Euro) fast verdoppelt, nach 57 Mio. Pfund im Vorjahr.
Damit fiel das Ergebnis noch schlechter aus als von Analysten befürchtet, die mit einem Verlust von 93 Mio. Pfund gerechnet hatten. Das Unternehmen sprach von einer Übergangsphase beim Umbau der Modellpalette.
Aston Martin hatte im vergangenen Jahr mehrere neue Modelle auf den Markt gebracht und die Produktion älterer Baureihen gestoppt. Im Laufe des Jahres plant das Unternehmen, die Produktion neuer Modelle hochzufahren. „Unsere Leistung im ersten Quartal spiegelt die erwartete Übergangsphase wider“, sagte Konzernchef Lawrence Stroll.
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