25.09.2006 16:45 |

Die Welt wird heiß

UN-Untersuchung prophezeit Klima-Albtraum

Wissenschaftler haben im Auftrag der Vereinten Nationen einen neuen Klimabericht erstellt, der den Regierungen nach Informationen der „Welt am Sonntag“ als „streng vertraulicher“ Entwurf vorliegt. Die Studie kommt nach Informationen der Zeitung zu Ergebnissen, die zum Teil weit über die des UN- Klimaberichts von 2001 hinausgehen. Die Studie ist die Grundlage für den vierten UN-Klimabericht, der im kommenden Jahr verabschiedet werden solle.

Nach Informationen der Zeitung erwartet man auf der Basis dieser Daten bis 2100 weltweit eine mittlere Erwärmung um drei Grad Celsius! Mitteleuropäische Regionen werden laut Studie unter bisher unbekannten Hitzewellen und Dürreperioden leiden.

Im Sommer könnten die Höchsttemperaturen in den kommenden Jahrzehnten immer wieder deutlich über 40 Grad steigen, auch werde es viel häufiger Nächte mit Temperaturen über 20 Grad geben. Die Arktis wird im Sommer bald eisfrei sein. Mit den Prognosen verbinden die Wissenschaftler unter anderem schwerwiegende Folgen für die Landwirtschaft.

Auch die Auswirkungen auf die Alpen seien groß. „Kleine Gletscher werden verschwinden, während größere Gletscher um bis zu 70 Prozent abschmelzen, allein bis zum Jahr 2050“, zitiert die Zeitung aus dem UN-Bericht.

Dass die Klimaerwärmung den Alpenraum und auch unsere Nachbarn in Süddeutschland besonders stark trifft, ist jedoch nicht neu. Die Bayern gehen sogar davon aus, dass es im Freistaat in spätestens 20 Jahren keinen Gletscher mehr geben wird. In Österreich ist man etwas vorsichtiger, nimmt das Problem aber dennoch vielleicht zu wenig ernst.

Dienstag, 22. Juni 2021
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