Molterer sieht die Verantwortung für den schlechten Wahlkampfstil bei der SPÖ und „ihren Spin-Doktoren“. Unter anderem beschuldigte er die SPÖ, die Familie Schüssels in den Wahlkampf gezogen zu haben.
Seinen Sager vom „Bereicherungsnetzwerk“ um die BAWAG verteidigte Molterer, weil Gewerkschaftsgelder an die SPÖ geflossen seien und weil Ex-SPÖ-Chef Vranitzky vom BAWAG-Spekulanten Flöttl ohne Gegenleistung eine Million Schilling bekommen habe.
Verweigert wurde von Molterer die Antwort auf die Frage, wie viel Geld die ÖVP von ihren Bünden überwiesen bekommt. „Schwarze Knoten“ im roten BAWAG-Netzwerk, wie etwa Ex-ÖVP-Chef Taus, wollte Molterer nicht erkennen. „Nichts Kritikwürdiges“ sieht Molterer an der Bulgarien-Reise von Bundeskanzler Schüssel auf BAWAG-Kosten.
Die Reaktionen kamen herbei: Für SPÖ-Bundesgeschäftsführerin Bures wirkte Molterer in der „Pressestunde“ „ausgelaugt, konzept- und ideenlos“. BZÖ-Sprecher Scheuch erinnerte Molterer daran, „dass die ÖVP vor 2000 mit der SPÖ alle Belastungen mit beschlossen hat“.
FPÖ-Generalsekretär Kickl ortete vor allem „hilflose Versuche“ Molterers, „die Verwicklungen der ÖVP in den BAWAG-Skandal hinwegzureden“. Grünen-Vizechefin Glawischnig warf Molterer vor, Probleme wegzuleugnen.
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