Fr, 22. Juni 2018

Beifahrer attackiert

12.09.2016 16:20

Angeblicher Fahrfehler ließ Autofahrer ausrasten

Szenen, die man wohl nur aus TV-Serien wie "Alarm für Cobra 11" kennt, haben sich am Sonntag Abend mitten in Innsbruck abgespielt. Nachdem bei einem Streit unter Autofahrern die Fäuste flogen, versuchte eine 19-Jährige die flüchtenden Kontrahenten zu stoppen und warf sich auf deren Motorhaube. Doch die Frau wurde nach wenigen Metern auf die Fahrbahn geschleudert.

Mit einem 20-Jährigen am Beifahrersitz war die Innsbruckerin am Sonntag gegen 19.30 Uhr mit ihrem Auto im Stadtteil Reichenau unterwegs, als sie verkehrsbedingt anhalten musste. Plötzlich stieg aus dem Wagen hinter ihr ein 25-jähriger Mann aus, ging zur Beifahrerseite und schlug auf den 20-Jährigen ein. Auch der Beifahrer (24) des Angreifers wurde handgreiflich.

Lenkerin hechtete auf Motorhaube

Als die Frau die Streithähne trennen wollte und die Polizei rief, versuchten die beiden Männer zu flüchten. "Um dies jedoch zu verhindern, stellte sich die Frau vor das Fahrzeug und konnte sich - als der Lenker dennoch losfuhr - nur mit einem Sprung auf die Motorhaube retten", heißt es von Seiten der Polizei. Der 25-Jährige ließ sich davon aber nicht wirklich beeindrucken und fuhr nach einem Wendemanöver mit der 19-Jährigen auf der Motorhaube davon. Nach rund 25 Metern Fahrt bremste der Lenker sein Auto allerdings ab, wodurch die junge Frau von der Motorhaube geschleudert wurde und benommen auf der Fahrbahn liegen blieb. Sie erlitt, wie auch ihr Beifahrer, leichte Verletzungen.

Während der 25-Jährige von den eintreffenden Beamten noch an Ort und Stelle festgenommen wurde, gelang seinem Kumpel kurzfristig die Flucht. Wenige Zeit später stellte sich aber auch er selbst bei der Polizei.

Streithähne kannten sich nicht

Und der Grund für die Auseinandersetzung? Kaum zu glauben! "Wie sich herausgestellt hat, kennen sich die Streitparteien nicht. Offenbar hat ein Fahrfehler der Frau oder dergleichen die Männer ausrasten lassen", meint Sabine Reinthaler von der Polizei-Pressestelle. Die Angreifer werden angezeigt.

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