Di, 21. August 2018

Hotel Wörthersee

01.09.2016 17:31

Kleinod an einem schwierigen Standort

Bordell oder Laufhaus? Darauf könnte es hinauslaufen, wenn die Gerüchte über die Interessenten am alten Hotel Wörthersee stimmen. Die Stadt sähe es natürlich lieber, wenn sich ein seriöser Käufer dafür interessieren würde. Doch was soll man mit einem Gebäude anfangen, dessen Standort nicht gerade ideal ist?

Zugegeben: Sieht man über die Straße und die Eisenbahn hinweg, ist der Ausblick auf den See malerisch; da ist aber auch die nahe Autobahn. Außerdem ist das Areal nicht gerade mit Raum für Parkplätze gesegnet. Was also tun mit dem schönen Überbleibsel einer verklärten Wörthersee-Ära?

Maria-Luise Mathiaschitz ist die nächste in der Reihe von Stadtchefs, die sich darum sorgt: "Man muss einen seriösen Käufer finden. Es könnten etwa Studenten dort einziehen." Sie bleibt auf jeden Fall am Ball. "Es sollte schon öffentliches Interesse abgedeckt werden." Und das passt mit Riesen-Plakaten leichtbekleideter Frauen, wie sie auf der Fassade schon zu sehen waren, nicht zusammen.

Was sie von der Idee eines Museums hält: "Das wäre eine schöne Möglichkeit. Doch wer finanziert so ein Projekt? Der Stadt fehlen bekanntlich die Mittel."

Ein Kulturinsider denkt in dieser Richtung weiter: "Der Standort ist schwierig. Um hier was auf die Beine zu stellen, muss die Idee einzigartig sein; vielleicht sogar ein wenig skurril. Einfach nur eine Ausstellung einzurichten, ist einfach zu wenig und auch zu teuer."

Auch wäre für ein Stadtmuseum die Innenstadt besser geeignet. "Aber ein paar kluge Köpfe könnten schon ein tolles Konzept basteln. Was immer hineinkommt, es darf kein Fass ohne Boden sein und muss wenigstens sich selbst erhalten."

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