04.09.2006 19:56 |

Grenzenlose Gewalt

Dutzende Tote im Irak - Fußballer verschleppt

Der Gewalt im Irak sind wieder Dutzende Menschen zum Opfer gefallen. In Bagdad und in der Stadt Kut wurden am Montag die Leichen von 35 Männern entdeckt. Die Körper wiesen Schusswunden und Folterspuren auf. Nördlich von Basra wurden zwei britische Soldaten getötet, zwei US-Soldaten kamen in der Provinz Anbar ums Leben. Zudem wurde ein populärer irakischer Fußballspieler in Bagdad verschleppt.

Die 33 in Bagdad getöteten Männer waren laut Polizei an Händen und Füßen gefesselt und trugen Augenbinden. Zwei weitere Leichen entdeckte die Polizei auf einer Schnellstraße in Kut, rund 160 Kilometer südöstlich der Hauptstadt. Den Opfern war in Brust und Kopf geschossen worden.

Britische Soldaten starben durch Bombe
Die britischen Soldaten waren auf Patrouille, als eine am Straßenrand gelegte Bombe explodierte (siehe Foto). Zwei Soldaten kamen ums Leben, zwei weitere wurden verletzt. Die beiden getöteten US-Marineinfanteristen waren am Sonntag in Kampfhandlungen verwickelt.

Fußballer verschleppt, weil er nach Syrien wechseln wollte
Neben dem Aufstand gegen die ausländischen Truppen hielt auch die Gewalt innerhalb der verschiedenen Bevölkerungsgruppen im Irak unvermindert an. So entführten Unbekannte einen jungen Fußballer, der nur wenige Tage später zu einem Verein in Syrien wechseln und so den bürgerkriegsähnlichen Zuständen in seiner Heimat entfliehen wollte. Der 22-jährige Ghanim Khudheyir (kleines Foto am linken Rand) wurde bereits am Donnerstag vor seinem Bagdader Haus von unbekannten Männern überfallen und verschleppt.