Do, 15. November 2018

"Krone-Ombudsfrau"

29.06.2016 08:00

Daten-Phishing: Frau um 6000 € betrogen

Wie schnell man dank "gefischter" Daten zum Opfer werden kann, musste Leserin Nadine B. erleben. Im guten Glauben, es handle sich um ihre Bank, hat sie online Daten bekannt gegeben. Flugs waren 6000 Euro vom Konto weg. Die haben sich Betrüger aus dem Ausland mittels eines "Goldesels" in Österreich geschnappt.

Eine Warnung gleich vorweg: Eine seriöse Bank wird Sie nie und nimmer auffordern, persönliche Daten, Ausweiskopien, TAN-Codes oder ähnliches per E-Mail oder online zu übermitteln. Bei einer solchen Anfrage sollten gleich die Alarmglocken schrillen. Im Fall von Frau B. blieben die leider stumm. Seit Jahren nutzt sie das Online-Portal ihrer Bank für Überweisungen. "Vor kurzem wurde ich dort aufgefordert meine Ausweiskopie und den TAN-Code hochzuladen".

Dahinter steckten Betrüger, die täuschend echt aussehende Kopien von Bankseiten nachbauen (Hinweis: den Kopien fehlt das Vorhängeschloss-Symbol in der Browser-Zeile). Dank der übermittelten Daten wurden 6000 Euro vom Konto behoben und ins Ausland verschoben. Mit Hilfe von ahnungslosen Dritten, den genannten Goldeseln. Sie bekommen lediglich den Auftrag gegen Honorar, Beträge weiter zu überweisen. "Die Polizei konnte sogar den Namen ermitteln, aber alle Verfahren wurden eingestellt", ist Frau B. fassungslos. Laut der hier zuständigen Staatsanwaltschaft Eisenstadt säßen die wahren Täter im Ausland und deren Namen seien nicht bekannt.

Die Burgenländerin bleibt übrigens auf dem gesamten Schaden sitzen. Auch ihre Bank Bawag P.S.K. übernimmt keinerlei Haftung.

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