Mi, 17. Oktober 2018

Auf Gift verzichten

14.06.2016 17:13

Kampf um den Salat: Nacktschnecken sind zurück!

Nicht im Schneckentempo, sondern wahnsinnig schnell breitet sich die gefräßige spanische Wegschnecke aus und zieht ihre Schleimspur in unseren Gärten. Dennoch appelliert Landes-Zoologe Bernhard Gutleb, auf Gift zu verzichten und lieber die natürlichen Fressfeinde zu fördern. Unterstützung im Kampf um den Salat bekommen die Gärtner heuer von Kärntens Weinbergschnecken.

Mit kräftigem Panzer am Rücken rüsten sich nämlich die Weinbergschnecken gegen ihre spanischen Kontrahenten. "Durch die milden Winter haben sich bei uns die Weinbergschnecken-Bestände wieder erholt und sind deutlich höher als noch vor fünf Jahren", weiß Landes-Zoologe Bernhard Gutleb: "Und diese fressen die Eier ihrer spanischen Artgenossen."

Zwar verzögert durch den verspäteten Wintereinbruch frisst sich das spanische Weichtier mit Schleimspur auch heuer wieder durch viele Kärntner Gärten. Zoologe Christian Wieser bekämpft in seinem Garten seit Jahren die Wegschnecken: "Bei mir geht es den Tierchen nicht gut! Noch vor Jahren waren es zigtausende, heuer sind es kaum 400. Es sieht aus, als dass man durch eine massive Entnahme den Bestand regulieren kann."

Im Kampf gegen die Weichtierchen appelliert Gutleb an alle Hobby-Gärtner auf Gift wie Schneckenkorn zu verzichten: "Dieses nehmen auch Singvögel auf, was dazu führt, dass Jungvögel in den Nestern sterben."

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