Kritik nach CL-Aus

ManCitys Leistung gegen Real “größtes Verbrechen”

Sport
05.05.2016 15:35

Manchester City hat die Finalpremiere in der Champions League verpasst. Das Out war verdient, hatten die Engländer doch beim 0:1 bei Real Madrid viel zu ängstlich agiert. Harte Kritik gab es deshalb auch von der britischen Presse. "Das größte Verbrechen ist, dass Manchester City im wichtigsten Spiel der Vereinsgeschichte nicht alles gegeben hat", schrieb "The Sun".

Dem stimmte indirekt auch Goalie Joe Hart zu. "Haben wir genug für einen Sieg getan? Ich weiß es nicht", sagte der 29-Jährige. Die Truppe von Trainer Manuel Pellegrini wurde vor der Pause nur bei einem Fernandinho-Schuss an die Außenstange gefährlich (44.). Nach dem Seitenwechsel rückten die Engländer trotz Rückstands nicht von ihrer Defensivtaktik ab, kamen so abgesehen von zwei Möglichkeiten in der Schlussphase, bei denen Keylor Navas wohl auf dem Posten gewesen wäre, nicht wirklich gefährlich vor das Real-Tor.

"Keine Mannschaft hat sich den Sieg verdient"
"The Guardian" titelte: "Ängstliches City schied nach einem Eigentor sang- und klanglos aus", titelte "The Guardian". Pellegrini analysierte die Partie anders. "Beide Mannschaften waren sehr ähnlich, haben gut gearbeitet, es war aber wenig Fußball dabei. Keine Mannschaft hat sich den Sieg verdient", sagte der Chilene. Real habe beim Eigentor von Fernando (20.), der einen Gareth-Bale-Abschluss abfälschte, "eine Menge Glück" gehabt.

(Bild: APA/AFP/JAVIER SORIANO)

Über die zwei Duelle gesehen sei kein Qualitätsunterschied deutlich gewesen. "Meiner Meinung nach hat Real nicht gezeigt, dass sie besser sind als wir", betonte Pellegrini. Leichte Kritik am Auftritt seiner Mannschaft gab es am Ende aber doch noch. "Wir waren nicht klar genug in unseren Ideen, haben uns keine Chancen erarbeitet". Der 62-Jährige hat damit nicht mehr die Chance sich mit einem großen Titel vom Club zu verabschieden, im Sommer tritt ja der aktuelle Bayern-Coach Josep Guardiola seine Nachfolge an.

Der Spanier dürfte das Team stark umbauen. Als sicher gilt, dass Mittelfeldspieler Yaya Toure gehen wird müssen. Auch über die Zukunft von Abwehrchef Vincent Kompany wird spekuliert. Seit 2008 ist der Innenverteidiger bei City mit 33 Verletzungen ausgefallen, in Madrid musste er in der zehnten Minute in einer verletzungsgeplagten Saison erneut wegen Muskelproblemen vorzeitig vom Platz.

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(Bild: KMM)



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