15.08.2006 15:42 |

Eltern überglücklich

Getrennte Siamesische Zwillinge wohl auf

Sie schneiden Grimassen und spielen mit ihren Eltern: Die erst vor einer Woche in einer Marathon-Operation getrennten Siamesischen US-Zwillinge Kendra und Maliyah machen große Fortschritte. Wie US-Medien berichteten, konnten die vierjährigen Mädchen am Wochenende zum ersten Mal selbstständig atmen.

Ihr Zustand sei nun nicht mehr kritisch, sondern "ernst, aber stabil", sagten Ärzte am Kinderkrankenhaus in Salt Lake City (US-Staat Utah) am Montag. In dieser Klinik waren die Kinder am 8. August etwa 25 Stunden lang operiert worden.

"Nachdem die Zwillinge 24 Stunden am Stück ohne Hilfe geatmet haben, müssen sie nun nicht mehr künstlich beatmet werden", sagte eine Krankenhaussprecherin. Kendra und Maliyah liegen aber noch auf der Intensivstation und bekommen starke Schmerzmittel.

Vor der Operation hatten sich die Mädchen eine Niere, die Leber und den Dickdarm geteilt. Kendra behielt die Niere, während Maliyah nun eine Blutwäsche benötigt. Die Ärzte rechnen angesichts der raschen Fortschritte damit, dass ihr schon in etwa drei Monaten ein Spenderorgan eingesetzt werden kann - wenn alles klappt, bekommt sie dann eine Niere von ihrer Mutter. Beide Mädchen haben jeweils ein Bein und sollen später eine Prothese bekommen.

Während Maliyah noch relativ wenig spricht und sich weigert zu schlucken, weil sie die Sonde in ihrer Nase nicht mag, redet Kendra schon munter drauflos, berichten die Eltern Jake und Errin Herrin auf ihrer Familienwebsite. Außerdem hätten sich die beiden am Montag zum ersten Mal seit der Trennung bei den Händen gehalten.