01.08.2006 17:30 |

Urananreicherung

Iran von UNO-Resolution unbeeindruckt

Der Iran hat die Aufforderung des UNO-Weltsicherheitsrates zur Einstellung der Urananreicherung bis zum 31. August zurückgewiesen. "Wir haben nur einen einzigen Slogan und der lautet, dass die Herstellung von nuklearem Brennstoff unserer legitimes und unwiderrufliches Recht ist," so Irans Präsident Ahmadinejad am Dienstag.

Der Iran wolle die Nukleartechnologie nur "zu friedlichen Zwecken" nützen, so Ahmadinejad.

Diejenigen, die meinten, den Iran mit "der Sprache der Gewaltanwendung und Drohungen einschüchtern" zu können, würden diesen "Fehler wenn nicht jetzt, dann gewiss in der Zukunft erkennen", so Ahmadinejad. Der Sprecher des Auswärtigen Ausschusses in Teheran, Kasem Jalali, hatte am Montagabend bereits gesagt: "Die Resolution hat keinerlei rechtliche Grundlage und ist deshalb inakzeptabel für den Iran."

Angst vor iranischer Atombombe geht um
Sollte der Iran der Aufforderung des Sicherheitsrats nicht folgen, drohen wirtschaftliche oder diplomatische Sanktionen. In der Resolution, die mit 14 Ja-Stimmen und der Gegenstimme von Katar angenommen wurde, wird dem Iran bis Ende August eine Frist gesetzt, die Auflagen der Internationalen Atomenergie-Organisation (IAEO) zu erfüllen und damit den Verdacht auszuräumen, dass Teheran Atombomben bauen will. Alle UNO-Mitgliedstaaten wurden vom Sicherheitsrat aufgefordert, dem Iran nichts zu liefern, was dieser für seine Urananreicherung gebrauchen könnte.

Kein Angriff auf Iran vorgesehen
Sollte der Iran die Forderungen nicht erfüllen, so drohen dem Iran unter anderem "die vollständige Unterbrechung der Wirtschaftsbeziehungen, des Eisenbahn-, See- und Luftverkehrs (....) sowie sonstiger Verkehrsmöglichkeiten und der Abbruch der diplomatischen Beziehungen". Die Resolution enthält jedoch keinen Verweis auf die Möglichkeit militärischer Sanktionen.