Bittere 0:1-Pleite

Rapid blamiert sich mit Cup-Aus gegen die Admira!

Sport
10.02.2016 19:53

Riesenüberraschung im Wiener Ernst-Happel-Stadion! Denn der SK Rapid ist im Viertelfinale des ÖFB-Cups sensationell ausgeschieden. Die Hütteldorfer verloren das Heimspiel gegen Admira Wacker Mödling mit 0:1 (0:0). Das Goldtor für die Gäste aus der Südstadt erzielte Ex-Rapidler Lukas Grozurek in der 87. Minute aus einem Strafraum-Gestocher. Für Rapid hatte der Ex-Admiraner Stefan Schwab in der 27. Minute einen Foulelfmeter vergeben. Im Video oben sehen Sie die "Kabinenparty" der Admira-Profis nach dem Aufstieg.

Die Admiraner schafften damit als dritte Mannschaft den Aufstieg in die Runde der letzten vier im Cup. Es ist der erste Semifinal-Einzug seit 2009, damals war erst im Finale gegen die Wiener Austria Endstation gewesen. Rapid ist seit 2011 nicht mehr im Halbfinale vertreten gewesen. Unmöglich wäre der Aufstieg an diesem Abend im Ernst-Happel-Stadion jedoch nicht gewesen, zumal die Grün-Weißen insgesamt die besseren Chancen hatten. Die Südstädter wurden aber für einen soliden und vor allem nach der Pause sehr mutigen Auftritt belohnt.

Rapid-Coach Barisic vertraut auf in Liga siegreiche Elf
Rapid-Trainer Zoran Barisic schickte exakt jene Formation auf den Rasen, der er beim 3:0-Erfolg gegen den WAC das Vertrauen geschenkt hatte. Bei den Südstädtern rutschten im Vergleich zur 1:2-Niederlage gegen Salzburg Patrick Wessely, Philipp Malicsek, Ilter Ayyildiz und Dominik Starkl neu in die Startelf. Die Umstellungen wurden auch nötig, da Christoph Knasmüllner (Zehenprellung) und Daniel Toth (Fußprellung) verletzungsbedingt fehlten. Die nun in die Mannschaft gekommenen Spieler hatten sich laut Admira-Trainer Ernst Baumeister in der Vorbereitung aber auch aufgedrängt.

Hier im Video sehen Sie, wie Rapid zum Auftakt der Frühjahrssaison in der Bundesliga den WAC mit 3:0 besiegt hatte!

Admira-Goalie Siebenhandl anfangs im Fokus
Die erste hochkarätige Chance fanden die Hütteldorfer in der 13. Minute durch Philipp Schobesberger vor. Der Oberösterreicher entwischte der Hintermannschaft, scheiterte mit seinem Flachschuss aber an Goalie Jörg Siebenhandl. Der stand 13 Minuten später erneut im Mittelpunkt, als er Matej Jelic beim Versuch, mit der Faust eine Flanke wegzufausten, außerhalb des Fünfmeterraums am Kopf traf. Beim anschließenden Elfmeter konnte sich Siebenhandl auszeichnen und fischte den Schuss von Schwab aus der linken unteren Ecke.

Rapid-Goalie Strebinger (Bild: GEPA)
Rapid-Goalie Strebinger

Danach lahmte der Rapid-Spielfluss für einige Minuten, was der defensiv gut stehenden Admira erste gefährliche Aktionen erlaubte. Die beste Möglichkeit hatte Markus Wostry, der Richard Strebinger zentral anschoss (32.). Wenig später hatte der Rapid-Torhüter mit einem Weitschuss von Bajrami keine Probleme (35.). Auf der Gegenseite brachte Stefan Nutz nicht genügend Druck hinter den Ball (39.), erneut war Siebenhandl der Gewinner.

Mit Grozurek wird das Spiel der Admira besser
Bei der Admira kam nach der Halbzeitpause Grozurek ins Spiel, der mit Dominik Starkl einen weiteren Ex-Rapidler im Sturm unterstützen sollte. Das klappte recht gut, die Gäste waren zu Beginn der zweiten Hälfte das bessere Team. Stephan Zwierschitz, der mit links aus 15 Metern abzog, verfehlte in der 57. Minute denkbar knapp das Tor. Ebenfalls mit links ließ Schobesberger die - inklusive des Elfmeters - vierte Rapid-Großchance ungenützt (62.).

Hier im Video sehen Sie, wie die Admira am vergangenen Sonntag daheim Red Bull Salzburg in der Bundesliga unterlegen war!

Steffen Hofmann scheitert mit Freistoß an der Latte
Den Grün-Weißen fehlten insgesamt aber die Ideen. Ab der 66. Minute sollte deshalb Steffen Hofmann, der erstmals im Frühjahr zum Einsatz kam, für neue Impulse sorgen. Kurz nach Beginn der Rapid-Viertelstunde setzte der Kapitän einen Freistoß an die Latte, den Abpraller konnte der überraschte Schobesberger im Fünfer nicht kontrollieren. Weitere gefährliche Angriffe brachte der Bundesliga-Dritte nicht zustande.

Admira-Torschütze Grozurek (Bild: GEPA)
Admira-Torschütze Grozurek

Anders die Admira, die zuschlug, als sich viele im Stadion schon auf die mögliche Verlängerung eingestellt hatten: Nach einer weiten Freistoß-Hereingabe brachte die Rapid-Abwehr im Kollektiv den Ball nicht weg, und Grozurek schoss aus kurzer Distanz ein. Ein kleiner Wermutstropfen für die Admira war die Gelb-Rote Karte, die Kapitän Christoph Schößwendter wegen einer Unsportlichkeit in der Nachspielzeit kassierte.

Das Ergebnis:
SK Rapid Wien - FC Admira Wacker Mödling 0:1 (0:0)
Wien, Ernst-Happel-Stadion, 5500, SR Jäger
Tor: 0:1 (87.) Grozurek
Gelb-Rote Karte: Schößwendter (93./Unsportlichkeit)
Gelbe Karten: Schwab bzw. Schößwendter
Rapid: Strebinger - Pavelic, Sonnleitner, M. Hofmann, Stangl - Petsos, Schwab (87. Prosenik) - Schobesberger, Nutz (66. S. Hofmann), F. Kainz (90. Murg) - Jelic
Admira: Siebenhandl - Zwierschitz, Schößwendter, Wostry, Wessely - Lackner, Ebner - Bajrami, Malicsek (46. Grozurek), Ayyildiz (69. Spiridonovic) - Starkl (91. Posch)

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(Bild: KMM)



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