Schlimme Unwetter

14 Wanderer von Mure gefangen

Tagtäglich gehen Unwetter über Oberösterreich nieder - und sie werden immer schlimmer. Nachts zum Montag mussten wieder 650 Feuerwehrleute zu etwa 100 überfluteten Gebäuden ausrücken. In Obertraun schloss eine Mure 14 Wanderer ein. Helfer sicherten den Abstieg über die zwei Meter hohe Gesteinshalde.

„Wir hatten dasselbe Desaster wie am Donnerstag, nur viel schlimmer“, ist Josef Schwarz, Kommandant der FF Buchenort in Unterach am Attersee, frustriert. Ein halbstündiger Regenguss ließ den Stroblbach erneut anschwellen, überschwemmte 17 Gebäude. Auch die B 151 war ein Meter hoch vermurt. In Innerschwand dasselbe Bild: Die Wangauer Ache hatte satt 30 Zentimeter plötzlich 3 ½ Meter Wasserführung. „Es war ärger als im Jahr 2002. Bei meinen Bruder etwa standen die 20 Kühe 60 Zentimeter im Wasser, einen verletzten Stier mussten wir bergen“, sagt Feuerwehr-Chef Herbert Wesenauer. In Frankenmarkt waren 30 Gebäude überflutet oder vermurt - allerdings waren hier meist Bewohner betroffen, die 2002 trocken davongekommen waren.

Teile der Flut abgewehrt
Auch Bad Mühllacken erwischte es erneut. Hagel und dann schwerer Regen ließen erneut kleine Rinnsale ansteigen, die bereits in der Nacht zum Freitag massive Schäden angerichtet hatten. Diesmal hatten die Florianijünger Sandsäcke bereit, konnten Teile der Flut abgelenkt werden. Im benachbarten Freundenstein in Feldkirchen an der Donau riss ein Bach Brücken weg, überflutete fast alle Häuser. Und am Montag gewitterte es schon wieder bei Freistadt!

 

Foto: Markus Schütz

Sonntag, 13. Juni 2021
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