09.07.2006 12:09 |

An Erschöpfung

Tiroler Bergsteiger in Pakistan gestorben

Nach der Besteigung des 8.047 Meter hohen Broad Peak im Karakorum in Pakistan ist der Kufsteiner Höhenbergsteiger Markus Kronthaler an Erschöpfung verstorben. Der Alpinist schaffte es nicht mehr bis ins Lager und wird auch auf dem Berg begraben werden.

Am Freitag hatte Kronthaler noch den Gipfelsturm auf den Broad Peak geschafft, offenbar mit letzter Kraft, wie sein Bruder Georg Kronthaler im ORF-Radio am Samstag erklärte.

Abstieg wurde zum Verhängnis
Die Männer hätten auf etwa 8.000 Meter am Vorgipfel biwakiert, danach seien sie auf den Hauptgipfel hinübergequert. Beim Abstieg vom Vorgipfel seien sie nicht mehr vorwärts gekommen. Kronthaler sei in der Nacht auf Samstag an Erschöpfung verstorben.

Salzburger Begleiter schaffte es angeschlagen herunter
Der Begleiter von Markus Kronthaler, der Salzburger Alpinist Sepp Bachmair schaffte es bis in ein tiefer gelegenes Lager und wurde dort medizinisch versorgt. Auch er sei angeschlagen. Nach einer Nanga-Parbat-Expedition vor zwei Jahren wollten Kronthaler und Bachmair diesmal den Broad Peak bezwingen, was auch gelang. Die ganze Expedition sei aber von schlechtem Wetter begleitet gewesen.

Kronthaler wird am Berg beigesetzt
Die Leiche des verstorbenen Alpinisten soll von polnischen Bergsteigern auf 8.000 Metern Höhe beigesetzt werden. Eine Bergung wäre unter den extremen Bedingungen zu gefährlich, meinte die Familie. Nach der Rückkehr der übrigen Expeditionsmannschaft aus dem Karakorum werde es in Kufstein aber eine Trauerfeier für den 1967 geborenen Markus Kronthaler geben.

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