So, 19. Mai 2019
18.01.2016 14:39

Vor Neuseeland

Passagiere von brennendem Schiff gesprungen

Mit einem beherzten Sprung ins Wasser haben sich Passagiere vor der Küste Neuseelands von einem brennenden Touristenschiff gerettet. Alle 53 Passagiere und sieben Besatzungsmitglieder wurden laut Medien ins Sicherheit gebracht, vier von ihnen waren verletzt. Einige Menschen brachten sich mit Schlauchbooten in Sicherheit, andere wurden von Schiffen aufgenommen.

Das Feuer brach im Maschinenraum der rund 22 Meter langen "PeeJay V" aus. Mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit seien keine Österreicher zu Schaden gekommen, sagte Thomas Schnöll, Sprecher des Außenministeriums in Wien.

Zwei deutsche Frauen, die sich an Bord befunden hatten, schilderten den Verlauf des Unglücks: Während sie mit anderen Passagieren im Aufenthaltsraum des Schiffes saßen, hätten sie plötzlich starken Rauch bemerkt, berichtete eine 49-Jährige aus Bremen. Gemeinsam mit ihrer Tochter sei sie auf den Vorderteil des Schiffes geflüchtet.

Junge Mannschaft angeblich "völlig überfordert"
Die sehr junge Mannschaft sei mit der Situation völlig überfordert gewesen, erzählte die Bremerin: "'Wer braucht denn eine Rettungsweste?', haben sie halb im Scherz gefragt. Dann kamen sie mit einer einzigen Weste wieder." Ein Passagier habe seine Rettungsweste ausgezogen und einem Achtjährigen gegeben.

Der Deutschen zufolge war der Seegang so stark, dass die Wellen bis zu zwei Meter hoch an die Bordwand schlugen. "Als die anderen Schiffe zu Hilfe kamen, stand unseres schon zur Hälfte in Flammen. Meine Tochter sagte dann: 'Ich springe jetzt ins Wasser'." Bis zu diesem Zeitpunkt hätten sie keine Rettungswesten erhalten. Bis zu einem rettenden Schiff vor der Küste mussten die Passagiere dann nur wenige Meter schwimmen.

Das Schiff befand sich auf dem Rückweg von White Island. Auf der bei Touristen beliebten Insel, rund 50 Kilometer vom Festland entfernt, liegt einer der aktivsten Vulkane Neuseelands. Als das Feuer ausbrach, war das Schiff nur noch einige Minuten von der Küste entfernt. Es wurde durch den Brand vollständig zerstört.

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