Posten-Karussell

Poker um Doskozils Nachfolge

Burgenland
14.01.2016 10:28

Noch ist es nicht offiziell abgesegnet, und erst recht nicht wollen jetzt Beamte in aller Öffentlichkeit Spekulationen über seine Nachfolge anstellen - doch fix ist: Hans Peter Doskozil wird als Chef ins Verteidigungsministerium wechseln. Und schon dreht sich damit das Karussell um den Posten des neuen Landespolizeichefs.

Mit Wehmut sehen viele in den Reihen der Exekutive den Abschied von Hans Peter Doskozil als Polizeidirektor. Im Landeskommando in Eisenstadt lässt man ihn nur ungern nach Wien ziehen. Sein Führungsstil kam gut an. "So einen Chef findet man nicht so oft", loben ihn Beamte. Ähnlich fallen die Reaktionen in den Polizeiinspektionen aus.

Doch Doskozils Aufstieg zum Minister steht so gut wie fest. Sein Polizeiamt müsste für ihn eigentlich laut dienstlicher Regelung freigehalten und nicht einmal nachbesetzt werden. Doskozil hat aber bereits angekündigt, im Fall einer Angelobung als Minister auf sein Recht auf Rückkehr in den bisherigen Job zu verzichten: "Man kann den Posten eines Polizeichefs nicht unbesetzt lassen."

Damit beginnen die Spekulationen um die Nachfolge. Zwei Kandidaten, die Erfahrung und die juristischen Grundvoraussetzungen mitbringen, sind im Gespräch. Der Bezirkshauptmann von Neusiedl, Martin Huber, ist mit dem Thema "Sicherheit" bestens vertraut. Der Nova-Rock-erprobte Behördenleiter weiß unter anderem, wie Großereignisse zu managen sind. Im Rennen ist ebenso Ronald Reiter. Er kommt aus der Exekutive und lenkt bereits die Geschicke der Landesamtsdirektion. Reiter steht per Beschluss als Nachfolger von Noch-Chef Robert Tauber fest, der demnächst in Pension geht.

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