Dann wird der Prozess bis zum Ausgang eines Verfahrens wegen Kreditschädigung, das Jara beim Landesgericht Salzburg angestrengt hat, unterbrochen. Der 55-Jährige will mit der Klage nach dem Arbeitsverfassungsgesetz erreichen, dass seine Entlassung aufgehoben wird. "Der Vertrag zwischen ihm und Red Bull wurde bis zum Jahr 2008 abgeschlossen", erläuterte sein Vorarlberger Anwalt Karl Schelling.
Emotionen gingen hoch
Die beiden trafen überpunktlich beim Arbeitsgericht ein. Verlief der Wortwechsel vor Prozessbeginn mit dem Anwalt von Red Bull, Reinhard Ratschiller, noch locker, gingen die Emotionen vor Richterin Ulrike Branntweiner hoch. Schelling fand es "ungeheuerlich", dass Red Bull den Vorwurf an Jara nicht konkretisieren wollte, es sei zu Ungereimtheiten bei Spielertransfers gekommen.
Keine Details zu Anschuldigungen
Auch die Richterin zeigte sich verwundert, dass der Anwalt des Bundesliga-Vizemeisters dem Gericht bisher keine Details der Anschuldigungen genannt hatte und auch heute nicht kundtun wollte. Deshalb forderte sie die beklagte Partei auf, den Entlassungsgrund innerhalb einer Frist von drei Wochen schriftlich zu präzisieren und dem Gericht zu übermitteln.
Für Jara als leitender Angestellter existiere kein Anfechtungsrecht, entgegnete Ratschiller vor Gericht. Zum Thema Ungereimtheiten kündigte der Red-Bull-Anwalt an: "Sie werden Unterlagen sehen, was bei den Spielertransfers passiert ist. Das schaut nicht schön aus. Das ist ein Skandal, wo er mitgemacht hat."
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