Mi, 15. August 2018

Neuer WAC-Coach

25.11.2015 13:55

Pfeifenberger brennt auf "sehr reizvolle Aufgabe"

Heimo Pfeifenberger soll den WAC vor dem Abstieg bewahren. Der Ex-Internationale löste den am Mittwoch beurlaubten Didi Kühbauer ab und erhält einen Vertrag bis Saisonende mit vereinsseitiger Option auf ein weiteres Jahr. "Es ist eine sehr reizvolle Aufgabe für mich, und ich freue mich, dass ich zurück in der Bundesliga bin", erklärte der 48-Jährige. Sein erstes Training in Wolfsberg wird Pfeifenberger am Donnerstagnachmittag leiten, davor wird er in einem Pressegespräch (13.30 Uhr) vorgestellt.

Als Begründung für den Trainerwechsel führten die Wolfsberger die sportliche Situation an. Nach 16 Bundesliga-Runden hält der Klub, im Sommer unter Kühbauer noch erstmals im Europacup vertreten, erst bei zwölf Punkten. Ein Zähler fehlt auf den Vorletzten Ried.

Hier sehen Sie die jüngste Niederlage des WAC in der Bundesliga, das 1:2 gegen Altach:

"Mannschaft ist intakt"
"Ich bin mir sicher, dass die Mannschaft einen starken Willen hat und intakt ist", meinte Pfeifenberger. "Das Wichtigste ist der Klassenerhalt, und den wollen wir schaffen." Sein erstes Spiel als WAC-Trainer bestreitet der Ex-Internationale, zuletzt als Experte für den TV-Sender Sky tätig, am Samstag (18.30 Uhr) zu Hause gegen die Admira.

Bis November des Vorjahres trainierte Pfeifenberger den damaligen Bundesligisten Wiener Neustadt. Davor war er unter anderem zweimal beim SV Grödig (2007-2008 und 2010-2012) engagiert und führte den Klub ebenso oft von der Regionalliga in die zweithöchste Spielklasse. Der Aufstieg in die Bundesliga gelang den Grödigern allerdings erst unter dessen Nachfolger Adi Hütter.

Für Kühbauer war der WAC die zweite Trainerstation im Oberhaus nach der Admira. Der 44-Jährige hatte die Kärntner in der Vorsaison in der Liga auf Platz fünf und damit in die Europa-League-Qualifikation geführt. Dort kam nach dem Aufstieg gegen Schachtjor Soligorsk aus Weißrussland (1:0 und 2:0) erst gegen den deutschen Großklub Borussia Dortmund das Aus (0:1 und 0:5).

20 Spiele ohne Auswärtssieg
Trotz dieser Erfolge musste sich Kühbauer am Mittwoch in der Früh von der Mannschaft verabschieden. Der Ex-Teamspieler, der in seiner aktiven Karriere mit Pfeifenberger die WM 1998 in Frankreich bestritten hatte, stolperte unter anderem über eine enorme Auswärtsschwäche. 20 Ligaspiele in Folge hat der WAC in der Fremde nicht gewonnen, am Samstag setzte es ein 1:2 in Altach - das letzte Spiel unter Kühbauer.

Neben Kühbauer muss auch dessen Assistent Manfred Nastl gehen. Pfeifenbergers neuer Co-Trainer ist Christian Ilzer, mit dem er bereits in Wiener Neustadt einige Monate zusammengearbeitet hatte. Ilzer war zuletzt als Coach beim Regionalligisten TSV Hartberg tätig. Der Trainerwechsel von Kühbauer zu Pfeifenberger ist der zweite der laufenden Bundesliga-Saison. In Ried hatte Paul Gludovatz bereits im August Helgi Kolvidsson abgelöst.

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