16.11.2015 15:31 |

Rund 2500 Jahre alt

Ägypten erhielt gestohlene Statuette zurück

Eine altägyptische Statuette - ein sogenannter Uschebti -, die von zwei Männern im Internet um rund zwei Millionen Euro zum Verkauf feilgeboten und von der Polizei in Tirol schließlich beschlagnahmt wurde, ist am Montag im Wiener Kunsthistorischen Museum an Ägyptens Botschafter zurückgegeben worden. Das 18 Zentimeter große Kunstwerk war höchstwahrscheinlich vor drei Jahren während der Revolution in Ägypten gestohlen und illegal nach Österreich gebracht worden.

Ein Hinweis hatte Polizisten im März dieses Jahres in eine Innsbrucker Wohnung geführt, wo der rund 2500 Jahre alte Uschebti (Statuette in Form einer Mumie, Anm.) sichergestellt wurde. Zwei Verdächtige - ein 40-Jähriger sowie ein 42-Jähriger - wollten das Artefakt, das sie nach eigenen Angaben auf einem Flohmarkt erstanden hatten, im Netz zum Verkauf anbieten - um nicht weniger als zwei Millionen Euro.

Experten des Kunsthistorischen Museums wurden daraufhin hinzugezogen, um die Echtheit des Kunstwerks zu klären. Und tätsachlich wurde dann im Juli bekannt, dass es sich bei der Statuette um keine Fälschung handelt.

Die beiden Verdächtigen standen daraufhin wegen versuchter Hehlerei vor Gericht, wurden aber schlussendlich im Zweifel freigesprochen. Das Landesgericht Innsbruck beschloss in Folge die Übergabe des Artefakts an die Botschaft Ägyptens. Und so konnte Botschafter Khaled Abdelrahman Abdellatif Shamaa den Uschebti am Montag aus den Händen von KHM-Generaldirektorin Sabine Haag und der BK-Abteilungsleiterin Regine Wieselthaler-Buchmann entgegennehmen.

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