12.06.2006 09:12 |

Fiesta Mexicana

Mexiko feiert 3:1-Erfolg über matte Iraner

Mexiko ist mit der erhofften Fußball-Fiesta in die Weltmeisterschaft gestartet. Dank Omar Bravo und des zur Pause eingewechselten Zinha besiegten die mit großen Ambitionen gestarteten Mittelamerikaner am Sonntag in Nürnberg den Iran mit 3:1 nach einem Halbzeitstand von 1:1. Der Außenseiter war eine Stunde lang ein starker Gegner. Vor 41.000 Zuschauern machten der zweifache Torschütze Bravo (28. und 76. Minute) und der eingebürgerte Brasilianer Zinha (79. Minute) den am Ende klaren und verdienten Sieg des Mitfavoriten in der Gruppe D perfekt.

Erst durch die Einwechslung von Zinha konnten die Mexikaner den Widerstand der konditionell mehr und mehr nachlassenden Iraner brechen. Bravo hatte die Mexikaner in der 28. Minute in Führung geschossen. Nur acht Minuten später sorgte Yahya Golmohammadi für den Ausgleich des dreimaligen Asienmeisters, der beim dritten Auftritt vergeblich auf den zweiten Sieg bei einer WM-Endrunde hoffte. In der zweiten Halbzeit fixierten die Mexikaner den Sieg mit den zwei Schlusstreffern, die in nur drei Minuten erfolgten.

Anfänglich viel Arbeit für Mexikos Tormann
Mit ihren Stars Vahid Hashemian, Mehdi Mahdavikia und Ali Karimi im Mittelfeld stürmten die Iraner zunächst munter drauf los. Oswaldo Sanchez im Tor der Mexikaner konnte sich über Langeweile nicht beklagen. Trainer Ricardo La Volpe konnte froh sein, dass der 32-Jährige trotz des Todes seines Vaters nicht in der Heimat geblieben war, sondern dem Überraschungsteam des letztjährigen Confed Cups Sicherheit verlieh.

Man of the Match: Omar Bravo
Nach einer Viertelstunde kamen die Mexikaner, die wie bei den Heim-Weltmeisterschaften 1970 und 1986 ins Viertelfinale vorstoßen wollen, besser ins Spiel. Rafael Marquez und Guillermo Franco scheiterten noch. Doch dann leitete Pavel Pardo mit einem weiteren Freistoß von rechts die Führung ein. Franco verlängerte per Kopf zu Bravo, der - halb angeschossen halb glänzend reagierend - aus vier Metern vollendete.

Iraner wurden müde
Die Iraner kämpften, und der Ausgleich von Golmohammadi in der 36. Minute war nicht einmal unverdient. Keeper Sanchez machte dabei keine glückliche Figur, lief unter einem Corner Mahdavikias hindurch und „schenkte“ Irans Abwehrspielern das Tor aus dem Gewühl heraus.

In der zweiten Halbzeit überrumpelten die Mexikaner die konditionell nachlassenden Iraner aber immer öfter und schließlich öffnete ein spielerisches Geschenk den Mexikanern die Tür zum Sieg. Omar Bravo kam in der 76. Minute damit nocheinmal zum Zug und schließlich fixierte der eingewechselte Zinha, bei dem Trainer La Volpe ein glückliches Händchen bewies, drei Minuten später den verdienten Sieg.

Ahmadinedjad wird wohl nicht zur WM kommen
Ein WM-Besuch des wegen seiner antiisraelischen Politik und des iranischen Atomprogramms umstrittenen Mahmud Ahmadinedjad ist unterdessen eher unwahrscheinlich geworden. Selbst das Erreichen des Achtelfinals sei „zu wenig Grund“, erklärte der Sprecher des iranischen Außenministeriums, Hamid-Resa Assefi der Presseagentur dpa.

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