Bei ihrem ersten Turnier-Auftritt konnten die Engländer ihre vollmundige Ankündigung, ein Titelanwärter zu sein, nicht durch Leistung untermauern. Zwar machte das Team auch ohne Stürmerstar Wayne Rooney zur Freude der rund 40.000 mitgereisten Fans mit dem britischen Prinzen William an der Spitze zunächst mächtig Dampf. Doch nach dem bisher schnellsten Turniertor kam bei Erikssons Mannschaft Sand ins Getriebe und machte sich trotz klarer Feldvorteile Ideenlosigkeit breit.
Enttäuschender Auftritt
Wohl auch wegen der großen Hitze schalteten die "Three Lions" gegen einen Gegner, der nur selten über die Rolle eines Sparringspartners hinauskam, auf Schongang um. Das viel gelobte Mittelfeld mit Beckham in seinem 90. Länderspiel, Steven Gerrard und Frank Lampard wurde den hohen Erwartungen nicht gerecht und auch im Angriff lief nichts zusammen. Während Rooney-Vertreter Peter Crouch in der Spitze ständig in Bewegung war, blieb Michael Owen praktisch wirkungslos. Mit "Rooney, Rooney"-Sprechchören quittierten die englischen Fans den enttäuschenden Auftritt ihrer Mannschaft.
Doch mit ihrer allzu sorglosen Spielweise bauten die Engländer ihren Gegner nach der Pause weiter auf. Nach einer Stunde Spielzeit bescherte ein Fehler von Robinson dem Team von Anibal Ruiz eine Chance, die Carlos Paredes nicht zu nutzen wusste. Erst in der 73. und 88. Minute machte Englands Offensive bei Schüssen von Lampard noch einmal auf sich aufmerksam.
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