Do, 16. August 2018

Schon 90 Beteiligte

29.10.2015 19:43

Sparen statt spekulieren: Die neue Bank

Sparen, Kredite, Zahlungsverkehr: Das ist eigentlich das Kerngeschäft einer Bank. Und genau darauf will sich die erste alternative Ethikbank Österreichs wieder besinnen. 1700 Genossenschafter schlossen sich bisher an, 90 sind aus Salzburg.

"Im nächsten halben Jahr wird sich zeigen, ob die Österreicher eine Bank möchten, die ihnen allen gehört", sagt Genossenschaftsvorständin Christine Tschütscher. Rund 1700 Genossenschafter schlossen sich bisher an, darunter zeichneten auch 90 Salzburger. Allein sie haben 100.000 Euro investiert, als im Durchschnitt mehr als 1100 Euro pro Kopf. Die Salzburger sind damit österreichweit an zweiter Stelle. Insgesamt konnten schon 1,5 Millionen Euro als Startkapital gesammelt werden. 4,5 Mio. werden noch benötigt, um bei der Finanzmarktaufsicht um eine Banklizenz ansuchen zu können.

Gewinnmaximierung nicht im Vordergrund
"Gegen den Strom zu schwimmen ist mittlerweile Überlebensstrategie. Nur zu reden, das reicht definitiv nicht. Ich scharre schon vor Ungeduld, warte auf eine Bank, die nicht auf Profitmaximierung basiert", so die prominente Tänzerin und Choreografin Editta Braun, die seit der ersten Stunde zu den Unterstützern zählt. Die Bank, gegründet aus der Zivilgesellschaft, will sich auf das ursprüngliche Geschäft besinnen: Sparen, Kredite und Zahlungsverkehr. Sie verweigert Spekulation und intransparente Finanzprodukte. Kredite werden nur an Unternehmen vergeben, die Gemeinwohlorientiert sind.

Die Genossenschafter können mitbestimmen
Das Startkapital wird von einer freien Genossenschaft zur Verfügung gestellt. Die Mitglieder können durch Online-Abstimmungen die Entwicklung der Bank mitbestimmen.

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