Mo, 15. Oktober 2018

Gefunden

08.09.2015 09:31

Baby nach Geburt vertauscht - jetzt Happy End

Nachdem das Neugeborene eines Briten und seiner Frau in einer Klinik in El Salvador vertauscht worden war, ist es jetzt wieder bei seinen Eltern. Der Staatsanwalt hatte DNA-Tests aller im selben Zeitraum in der Klinik geborenen Buben angeordnet - und wurde fündig. Der diensthabende Arzt sitzt in Untersuchungshaft.

Das britisch-salvadorianische Paar, das in Dallas im US-Bundesstaat Texas lebt, hatte sich entschlossen, zur Geburt nach San Salvador zu fliegen - in die Heimatstadt der schwangeren Mercedes Casanellas. In einer exklusiven Privatklinik brachte die Frau dann ein gesundes Baby zur Welt - das erste Bild nach der Geburt, gemacht von "Papa" Richard Cusworth, zeigt einen gesunden Buben mit seiner Mama. Die Frau habe dann eine Beruhigungsspritze bekommen und sei eingeschlafen. Als sie aufwachte, hatte sie ein Baby mit dunklerer Haut im Arm...

Trotz aller Zweifel flog die Familie heim nach Dallas. Aber jetzt - nach drei Monaten - erzwang der Vater einen DNA-Test bei dem Baby. Das Resultat war für das Ehepaar erschütternd: "Ihr" Kind hatte null Prozent Übereinstimmung. Der Vater erstattete Anzeige, daraufhin wurde der Gynäkologe Alejandra Guidos - er war der Geburtshelfer - festgenommen.

In einem Interview gab Mercedes Casanellas an, sie habe sich gewundert, dass ihr Dr. Guidos nach einer Ultraschalluntersuchung im fünften Monat gesagt habe, ihr Kind werde dunkle Hautfarbe haben: "Wie konnte er das auf dem Ultraschallbild sehen? Das gibt es doch nicht", so die Frau. Nach der Geburt hielt sie ihren Sohn im Arm: "Ich dachte, er sieht aus wie sein Vater, mit ganz heller Haut. Dann bekam ich die Spritze..."

Der Staatsanwalt ordnete jetzt DNA-Tests an allen im selben Zeitraum im Spital geborenen männlichen Babys an - Treffer! Das letzte von vier untersuchten Kindern war der leibliche Sohn von Cusworth und Casanellas, deren "dunkles" Kind wiederum 100 Prozent DNA-Übereinstimmung mit den anderen Eltern hatte. Die beiden Säuglinge wurden in Anwesenheit des Staatsanwaltes ausgetauscht - Happy End!

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