Kriegsbeil begraben

ÖSV & ÖOC vertragen sich wieder

Sport
04.05.2006 22:49
Der im Zuge der Vorfälle um das ÖOC-Team bei den Olympischen Spielen in Turin zwischen dem Österreichischen Skiverband und dem Österreichischen Olympischen Comitee aufgebrochene Konflikt ist beigelegt. In einer viereinhalb Stunden dauernden Vorstandssitzung des ÖOC am Donnerstag, an der auch ÖSV-Präsident Schröcksnadel teilnahm, wurden die Differenzen bereinigt.

„Nach langen Diskussionen hat man Gemeinsamkeiten gefunden“, erklärte Dieter Kalt, der Vorsitzende des ÖOC-Wintersportausschusses. Man habe sich ausgesprochen, Missverständnisse seien ausgeräumt worden, erklärte Kalt. So hat auch Schröcksnadel eine Entschuldigung von ÖOC-Generalsekretär Heinz Jungwirth akzeptiert, der sich gegenüber den Medien in Turin sehr kritisch über den Verbandschef geäußert hatte.

Zankapfel: Walter Mayer
Außerdem wurde dargelegt, dass man die Anwesenheit von Walter Mayer in Turin wohl falsch eingeschätzt hat. „Hätte das ÖOC die internationale Sensibilität der Anwesenheit von Walter Mayer in Turin abschätzen können, wäre seitens des ÖOC eine Empfehlung abgegeben worden, dass Walter Mayer nicht nach Turin reisen sollte.“ Die Kenntnis bzw. angebliche Nicht-Kenntnis des ÖOC über Mayers Abwesenheit war wesentlicher Teil des Disputs gewesen.

Olympia-Doping: Warten auf Turiner Gericht
Die von ÖOC bzw. ÖSV gebildeten Kommissionen werden enger kooperieren als zuletzt. Die ÖOC-Kommission analysiert die Vorfälle von 2002 bis 2006 und die Vorkommnisse in Turin. Die ÖSV-Kommission prüft hingegen, ob Sanktionen gegen Verbandsmitglieder ergriffen werden müssen. In der eigentlichen Sache, der Anti-Doping-Razzia (Foto) in Biathlon- und Langlauf-Quartieren und ihren Folgen, gibt es hingegen keine neuen Erkenntnisse. Auch im ÖOC wartet man weiter auf Informationen des Gerichts in Turin.

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(Bild: KMM)



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