27.04.2006 20:08 |

Anti-Doping-Gesetz

Doping-Sünder werden zur Kasse gebeten

Österreich bekommt ein Anti-Doping-Gesetz. Der Nationalrat hat in Folge des Doping-Skandals von Turin Donnerstagnachmittag eine entsprechende Vorlage einstimmig beschlossen. Damit wird unter anderem die Bundessport-Förderung an Maßnahmen gegen Doping gekoppelt und für die Sportler die Möglichkeit einer Anhörung vor einer Schiedsinstanz geschaffen.

Weiters wird eine "Unabhängige Dopingkontrolleinrichtung" etabliert, die ebenso wie die Welt-Anti- Doping-Agentur (WADA) jederzeit Kontrollen anordnen kann. Bei Zuwiderhandeln werden keine Bundes-Sportfördermittel ausgeschüttet bzw. werden diese von den Verbänden sogar zurückgefordert.

Ebenfalls in die Verpflichtung genommen wird das Umfeld des Sportlers. Die Anwendung von Dopingmethoden oder Gendoping durch Betreuungspersonen wird explizit verboten. Die Verbände sind verpflichtet, die Betreuer in Sachen Doping-Prävention entsprechend auszubilden.

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