22.03.2006 20:00 |

Lizenz zum Spielen

Finanzielle Entwarnung bei Sturm Graz

Fußball-Bundesligist Sturm Graz gibt finanzielle Entwarnung. Nach der Rückkehr von Präsident Hannes Kartnig aus einem mehrwöchigen Urlaub fand am Dienstag in der steirischen Hauptstadt eine zweistündige Vorstandssitzung statt, in der eine Lösung für die wirtschaftlichen Probleme des ehemaligen Champions League-Gruppensiegers gefunden wurde.

"Um die Lizenz muss sich keiner Sorgen machen", erklärte Kartnig am Mittwoch und kündigte an: "Wenn ich noch einmal Geld in den Klub stecke, dann mach ich auch den Präsidenten bis zu 100er-Jubiläum von Sturm." Im Jahr 2009 wäre es so weit und auf dem Weg dahin soll Kartnig seinem Verein noch einmal finanziell unter die Arme greifen.

Vizepräsident Hans-Jörg Glinz strahlte nach der Sitzung Optimismus aus. "Das Problem von 1,5 bis zwei Millionen Euro wird mit der Hilfe von Kartnig und einigen seiner Freunde gelöst", erklärte er und erläuterte die weitere Vorgangsweise: "Die Wirtschaftsprüfer arbeiten, am Donnerstag werden die Papiere unterschrieben und am Freitag zur Bundesliga geschickt. Damit haben wir dann aus unserer Sicht die Lizenzierungsauflagen erfüllt und den Spielbetrieb für diese und auch die nächste Saison gesichert."

Big Boss Kartnig fordert Respekt
Laut Glinz hätten die Verantwortlichen "immer gewusst, dass es nur mit Hannes Kartnig geht". Der "Big Boss" forderte indes für seine Investitionen den gebührenden Respekt: "Man muss Geldgeber seitens der Fans und auch der Medien anders behandeln, sonst geht es Sturm so wie der Austria. Nur bei Sturm ist es viel schlimmer, da geht es um die Lizenz. Wenn ich nicht helfe, dann ist Sturm kaputt."

Richtungweisend für die Grazer wird die kommende Generalversammlung sein, die laut Glinz "zwischen 15. April und 15. Juni" stattfinden soll und in der ein neuer Vorstand gewählt wird. Auch über die Zukunft von Manager Heinz Schilcher wird demnächst entschieden.

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