In dem Bericht vom Samstag hatte sich der Chefredakteur der Zeitung, Karl Schermann, für Fehler in der Berichterstattung über den Fußball-Wettskandal entschuldigt. Die "tz" nahm die Behauptung zurück, die drei namentlich genannten Spieler - darunter auch zwei des Zweitligisten 1860 München - würden in der Affäre als Beschuldigte bei der Staatsanwaltschaft München I geführt. Sie seien auch nicht bei der Polizei gewesen, erklärte Schermann.
"Wir haben nicht behauptet, dass die drei Fußballspieler aktiv an einem Wett-Skandal beteiligt sind, sondern lediglich darüber berichtet, dass diese Namen im Zusammenhang mit den Ermittlungen auftauchen", heißt es in dem Text weiter. "Sollte sich nach den Vorermittlungen und den Polizei-Befragungen herausstellen, dass die drei nichts mit der Sache zu tun haben, dann wird die tz die erste Zeitung sein, die darüber berichtet."
Hoeneß, der am Freitag einen Fünf-Punkte-Katalog mit den rechtlichen Forderungen der Bayern vorgestellt hatte, sagte am Samstag, dass der Club abwarten werde, was weiter passiert. Bereits am Freitagabend hatte der FC Bayern mitgeteilt, dass die zwei Autoren "strafbewehrte Unterlassungserklärungen" abgegeben hätten. Die "tz" hat sich nach Vereins-Angaben verpflichtet, eine Gegendarstellung und einen redaktionellen Widerruf zu veröffentlichten, und zwar spätestens in ihrer Ausgabe vom 20. März.
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