Wettskandal

“tz” widerruft Vorwürfe gegen Schweinsteiger

Fußball
18.03.2006 18:49
Auch nach dem Eingeständnis von Fehlern in der Berichterstattung über den Fußball-Wettskandal durch die Tageszeitung "tz" bleibt der deutsche Fußball-Meister Bayern München bei seinen juristischen Forderungen. Rechtsanwälte sollen in der kommenden Woche die Schäden für den Verein formulieren. "Der Dampf ist überhaupt nicht raus. Die Vorwürfe bestehen nach wie vor", sagte Bayern-Manager Uli Hoeneß am Samstag, einen Tag vor dem Bundesliga-Spitzenspiel gegen den FC Schalke 04. "Der Schaden für Bayern und den Spieler (Bastian Schweinsteiger) ist enorm." Der Leitartikel, der in der Samstag-Ausgabe des Münchner Blattes veröffentlicht worden ist, habe noch mal Öl ins Feuer gegossen.

In dem Bericht vom Samstag hatte sich der Chefredakteur der Zeitung, Karl Schermann, für Fehler in der Berichterstattung über den Fußball-Wettskandal entschuldigt. Die "tz" nahm die Behauptung zurück, die drei namentlich genannten Spieler - darunter auch zwei des Zweitligisten 1860 München - würden in der Affäre als Beschuldigte bei der Staatsanwaltschaft München I geführt. Sie seien auch nicht bei der Polizei gewesen, erklärte Schermann.

"Wir haben nicht behauptet, dass die drei Fußballspieler aktiv an einem Wett-Skandal beteiligt sind, sondern lediglich darüber berichtet, dass diese Namen im Zusammenhang mit den Ermittlungen auftauchen", heißt es in dem Text weiter. "Sollte sich nach den Vorermittlungen und den Polizei-Befragungen herausstellen, dass die drei nichts mit der Sache zu tun haben, dann wird die tz die erste Zeitung sein, die darüber berichtet."

Hoeneß, der am Freitag einen Fünf-Punkte-Katalog mit den rechtlichen Forderungen der Bayern vorgestellt hatte, sagte am Samstag, dass der Club abwarten werde, was weiter passiert. Bereits am Freitagabend hatte der FC Bayern mitgeteilt, dass die zwei Autoren "strafbewehrte Unterlassungserklärungen" abgegeben hätten. Die "tz" hat sich nach Vereins-Angaben verpflichtet, eine Gegendarstellung und einen redaktionellen Widerruf zu veröffentlichten, und zwar spätestens in ihrer Ausgabe vom 20. März.

Loading...
00:00 / 00:00
Abspielen
Schließen
Aufklappen
kein Artikelbild
Loading...
Vorige 10 Sekunden
Zum Vorigen Wechseln
Abspielen
Zum Nächsten Wechseln
Nächste 10 Sekunden
00:00
00:00
1.0x Geschwindigkeit
Fußball
18.03.2006 18:49
Loading
Kommentare Banner - Die Stimme Österreichs

Da dieser Artikel älter als 18 Monate ist, ist zum jetzigen Zeitpunkt kein Kommentieren mehr möglich.

Wir laden Sie ein, bei einer aktuelleren themenrelevanten Story mitzudiskutieren: Themenübersicht.

Bei Fragen können Sie sich gern an das Community-Team per Mail an forum@krone.at wenden.

KMM
Top 3
Kostenlose Spiele

Vorteilswelt

Magazine der Kronen Zeitung