Di, 19. Juni 2018

Speit Lava

03.03.2015 15:14

Vulkan Villarrica im Süden Chiles ausgebrochen

Im Süden Chiles ist am Dienstag der Vulkan Villarrica ausgebrochen. Rund 3.000 Anrainer wurden am frühen Morgen in Sicherheit gebracht, wie die Katastrophenschutzbehörde mitteilte. Die Schulen in den umliegenden Dörfern blieben geschlossen. Die Hauptstraßen rund um den Vulkan wurden aus Sorge vor Überschwemmungen durch einen Anstieg der Wasserpegel in mehreren Flüssen der Umgebung gesperrt.

Der Vulkan brach kurz vor 3 Uhr Ortszeit aus. Fernsehbilder zeigten, wie Lava aus dem Krater schoss und eine dicke Aschesäule aufstieg. Kurz vorher waren die Sirenen ertönt, Tausende Menschen waren in Schutzunterkünfte gebracht worden. Nach Angaben des staatlichen geologischen Dienstes breiteten sich bis auf drei Kilometer Höhe Aschepartikel aus.

Präsidentin Michelle Bachelet rief die Anrainer zur Ruhe auf. Die Regierung prüfe minütlich die Lage und werde entsprechend handeln, sagte Bachelet. Sie kündigte an, sich persönlich vor Ort ein Bild von der Lage zu machen. Einige Stunden später schien sich der Vulkan wieder beruhigt zu haben, aus dem Krater trat keine Lava mehr aus.

Einer der aktivsten Vulkane Südamerikas
Der 2.800 Meter hohe Villarrica zählt zu den aktivsten Vulkanen Südamerikas. Er liegt in einer bei Touristen beliebten Region etwa 800 Kilometer südlich von Santiago de Chile. Die Sommersaison endete am vergangenen Wochenende, bis dahin war das Gebiet gut besucht. Zuletzt war der Villarrica in den Jahren 1984 und 2000 ausgebrochen.

Chile hat zahlreiche Vulkane. Das südamerikanische Land liegt am sogenannten Pazifischen Feuerring, einem hufeisenförmigen Vulkangürtel, der den Pazifischen Ozean umgibt und fast die gesamte Pazifische Platte umschließt. Dort stoßen gleich mehrere Kontinentalplatten und ozeanische Platten aneinander und lösen häufig auch Erdbeben aus.

Ein Ausbruch des chilenischen Vulkans Puyehue im Juni 2011 hatte wochenlang den Flugverkehr in weiten Teilen Südamerikas behindert.

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