03.03.2006 12:12 |

Treffen in Wien

Atomgespräch zwischen EU und Iran erfolglos

Bei den Gesprächen zwischen Chefverhandlern der EU und des Iran über das umstrittene Atomprogramm Teherans hat es keine Einigung gegeben. Die Beteiligten bezeichneten die Atmosphäre zwar als „positiv“ und „sehr gut“, jedoch konnten die EU-Vertreter dem iranischen Chefverhandler Ali Larijani und seiner Delegation kein Zugeständnis abringen. Die Gespräche zeigen aber ein gutes Omen für die für Montag anberaumte IAEO-Konferenz.

Die Gespräche hätten in einer konstruktiven Atmosphäre stattgefunden, doch sei es nicht gelungen eine Einigung zu erzielen, sagte der deutsche Außenminister Steinmeier, der gemeinsam mit dem französischen Außenminister Douste-Blazy, EU-Außenbeauftragtem Solana und dem politischen Direktor im Londoner Außenamt, John Saver, vor die Presse getreten war.

Konstruktiver Appell an Teheran
Steinmeier bekräftigte die Forderung des EU-Verhandlungstrios nach einer Suspendierung jeglicher Uran-Anreicherungsaktivitäten durch den Iran als Grundvoraussetzung für weitere Gespräche. Es müsse „jetzt“ Fortschritte in den Verhandlungen geben, appellierte er an die Iraner.

Hoffen auf Montag
EU-Außenbeauftragter Solana bezeichnete die Gesprächsatmosphäre als „sehr gut“ und „positiv“ und äußerte die Hoffnung, dass die iranische Seite am Wochenende doch noch einlenken werde. Das „nächste Treffen findet am Montag statt“, sagte er mit Blick auf den Beginn der Sitzung des Gouverneursrates der Internationalen Atomenergieorganisation in Wien.

Delegation reiste schleunigst ab
Auch er bekräftigte, dass die Iraner zunächst alle Uran-Anreicherungsaktivitäten stoppen müssen, bevor es weitere Verhandlungen geben kann. Die iranische Delegation reiste dem Vernehmen nach ohne Kommentare bereits nach einem „Familienfoto“ der fünf Chefverhandler auf der Terrasse der Botschafterresidenz ab.