Fr, 21. September 2018

Streit um Sponsoren

30.12.2014 21:11

Um Fenninger bahnt sich "Millionen-Krach" an

Sportlich war 2014 das erfolgreichste Jahr in der Karriere der Anna Fenninger: mit Olympischem Gold im Super-G, Silber im Riesentorlauf und dem Triumph im Gesamtweltcup. Aber ehe das neue Jahr beginnt, bahnt sich um die Salzburgerin ein "Millionen-Krach" an. Einer, der das Klima zwischen ihrem Management und der Spitze des Ski-Verbandes endgültig vergiften könnte.

Mit dem Ende der Saison läuft Fenningers Werbevertrag bei jener Bank, die auch Marcel Hirscher oder Hermann Maier sponsert, aus. Dass er verlängert wird, gilt als nahezu ausgeschlossen. Weil man einerseits etwas mehr PR-Aktivitäten der 25-Jährigen erwartet hätte, und weil andererseits die Forderungen für den neuen Vertrag exorbitant hoch sein sollen. Es geht dabei um Summen, die im österreichischen Damensport bisher so gut wie undenkbar waren.

In Verhandlungen mit Mercedes
Es geht aber auch um Summen, die Fenningers Manager Klaus Kärcher in Deutschland für eine werbetechnische Partnerschaft erhalten will. Genau dieser Punkt könnte jetzt zu einem heftigen Disput führen: Eine jener Firmen, mit der die Verhandlungen schon recht weit sein sollen, ist nämlich ausgerechnet Auto-Gigant Mercedes. Zweifelsohne ein Sponsor, wie er einerseits finanziell potenter und andererseits auch vom Ansehen her kaum größer sein könnte.

Allerdings auch einer, der mit den Interessen des ÖSV so gut wie unvereinbar ist: Mercedes-Konkurrent Audi ist nämlich einer der wichtigsten Partner des Alpinteams, so gut wie alle Trainer, Sportlerinnen und Sportler fahren deshalb derzeit Autos dieser Marke.

Schon öfter Zündstoff
Die Unvereinbarkeit zwischen Verbandsinteressen und möglichen Sponsoren der Athleten sorgte in der Vergangenheit schon öfter für Zündstoff. Etwa, als vor wenigen Jahren Niki Hosp einen Vertrag mit einer Versicherung so gut wie fix unter Dach und Fach hatte, die allerdings auch Konkurrent eines langjährigen ÖSV-Partners war. Damals löste sich alles in Wohlgefallen auf.

Fraglich, ob das auch im Fall Fenninger möglich ist. Die Gesprächsbasis zwischen dem Ski-Präsidenten Peter Schröcksnadel und ihrem Management beschränkt sich schließlich auch so schon seit Monaten auf das absolut nötigste Minimum.

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