Mo, 19. November 2018

"KanaVape"

16.12.2014 15:54

E-Zigarette mit Cannabis "zu 100 Prozent legal"

In Frankreich soll demnächst eine neue elektronische Zigarette mit Cannabis auf den Markt kommen. Glaubt man dem Hersteller, so ist "KanaVape" legal, da sie kein THC enthält. Doch nun will die Regierung einschreiten. Gesundheitsministerin Marisol Touraine kündigte am Dienstag an, sie werde alles tun, um die Cannabis-E-Zigaretten verbieten zu lassen.

Am Dienstag präsentierten Antonin Cohen und Sébastien Béguerie ihre E-Zigarette mit Cannabis in Paris. Die beiden Gründer der Firma KanaVape betonten dabei, dass ihr gleichnamiges Produkt "zu 100 Prozent legal" und "entspannend" sei. Zudem hätten die ab Jänner erhältlichen Cannabis-Dampfer eine "Anti-Stress-Wirkung".

"KanaVape" sieht aus wie eine normale E-Zigarette. Die verwendete Flüssigkeit enthält fünf Prozent CBD, ein Extrakt aus Nutz-Hanf, dessen Anbau in Frankreich zulässig ist. Die neue E-Zigarette habe keine betäubungsmittelähnliche Wirkung, versichern die Hersteller: Nur der Stoff THC in der Hanf-Pflanze wirke euphorisierend und psychoaktiv.

CBD statt THC in Flüssigkeit enthalten
In dem Produkt komme aber ein anderer Hanfstoff - eben CBD - zum Einsatz, so Cohen und Béguerie. Die beiden Franzosen setzen sich seit Jahren für den medizinischen Gebrauch von Cannabis ein. Mit ihrem Produkt treffen sie auf einen Markt, der in Europa bisher kaum bedient wird. Nur in den Niederlanden sind bereits "E-Joints" erhältlich.

Trotz der Beteuerungen der Hersteller sind Drogenexperten skeptisch. Sie befürchten, dass sich besonders junge Menschen an den Konsum gewöhnen und später auf "echtes" Cannabis umsteigen könnten, wie Drogenexperte Laurent Karila in Paris sagte.

Experte: Schadet dem Image der E-Zigarette
Die Menschen würden das Produkt zudem als "elektronischen Joint" wahrnehmen. Dadurch würde auch das Image der E-Zigarette als Mittel für einen geringeren Nikotinkonsum oder für den Rauchstopp beschädigt. Karila räumte aber ein, dass CBD zwar schmerzstillend und beruhigend sei, aber nicht abhängig mache. Der Wirkstoff wird derzeit etwa bei multipler Sklerose eingesetzt.

Frankreichs Regierung will den Cannabis-E-Zigaretten auf jeden Fall einen Riegel vorschieben. Gesundheitsministerin Touraine kündigte am Dienstag an, sie werde wenn nötig sogar vor Gericht ziehen, um die neuen E-Zigaretten verbieten zu lassen. "Ich bin dagegen, dass ein solches Produkt in Frankreich vermarktet werden darf", so die Ministerin. Zur Begründung führte sie an, dass dies eine Anstiftung zum Konsum der Droge Cannabis sei.

Kommentare

Eingeloggt als 
Nicht der richtige User? Logout

Willkommen in unserer Community! Eingehende Beiträge werden geprüft und anschließend veröffentlicht. Bitte achten Sie auf Einhaltung unserer Netiquette und AGB. Für ausführliche Diskussionen steht Ihnen ebenso das krone.at-Forum zur Verfügung.

User-Beiträge geben nicht notwendigerweise die Meinung des Betreibers/der Redaktion bzw. von Krone Multimedia (KMM) wieder. In diesem Sinne distanziert sich die Redaktion/der Betreiber von den Inhalten in diesem Diskussionsforum. KMM behält sich insbesondere vor, gegen geltendes Recht verstoßende, den guten Sitten oder der Netiquette widersprechende bzw. dem Ansehen von KMM zuwiderlaufende Beiträge zu löschen, diesbezüglichen Schadenersatz gegenüber dem betreffenden User geltend zu machen, die Nutzer-Daten zu Zwecken der Rechtsverfolgung zu verwenden und strafrechtlich relevante Beiträge zur Anzeige zu bringen (siehe auch AGB).

Aktuelle Schlagzeilen
Flusskreuzfahrt
Städte am Strom - eine Donau-Reise!
Reisen & Urlaub
Happy End für Familie
Zugstopp ermöglicht: ÖBB-Schaffner zeigte Herz
Niederösterreich
Das Sportstudio
Schlager top, Matt hilft Hirscher & Becker jubelt
Video Show Sport-Studio
„Das wahre Glück“
Die getrennten Muchas sind wieder zusammen
Video Stars & Society
Anna Schmidbauer:
Ein Herz für geschundene Hunde
Tierecke

Newsletter

Melden Sie sich hier mit Ihrer E-Mail-Adresse an, um täglich den "Krone"-Newsletter zu erhalten.