So, 21. Oktober 2018

Kritik im Jubel

15.12.2014 17:30

Marcel Hirscher mit Weltcup-Pisten unzufrieden

Marcel Hirscher übt nach seinem Doppelsieg in Are Kritik und zeigt sich mit der Entwicklung der Weltcup-Pisten unzufrieden: "Es geht hier nicht um Kinderrennen!"

Einer der Leitsätze von Marcel Hirscher lautet: "Deine Grenzen lernst du nur kennen, wenn du bereit bist, sie zu überschreiten." Das gelang ihm bei seinem Double in Are einmal mehr überragend, obwohl die Vorzeichen nicht optimal erschienen.

So war Hirscher, der mit seinen Weltcup-Siegen 25 und 26 mit Legende Franz Klammer gleichzog, über die kurzfristige Verlegung der Rennen aus seinem Lieblingsort Val d'Isère nach Schweden alles andere als glücklich gewesen. Dazu kam von den Rennen in Übersee der Jetlag, der an seinen Kräften zehrte. Und vor dem abschließenden Slalom in Are war der 25-Jährige überhaupt skeptisch gewesen, weil er in den Wochen zuvor nur zwei Tage Slalom trainiert hatte.

"Hier geht es nicht um Kinderrennen"
Doch der neue Führende des Gesamtweltcups blendete das alles aus. Zusätzlich zu seiner mentalen Glanzleistung kam das Material ("meine Atomic-Skier sind unglaublich schnell") und die ihm auf den Leib geschnittene Pistenpräparierung. Marcel schwärmte von dem knackigen Eisteppich, den ihm die Veranstalter ausgelegt hatten: "Das war perfekt, jeder Läufer hatte die gleichen Bedingungen." Seit er im Weltcup unterwegs sei, würden die Pisten tendenziell immer weicher. Marcel: "Das ist keine gute Entwicklung. Denn hier geht es nicht um Kinderrennen, sondern um den Kampf der besten Skifahrer der Welt."

Diese könnten ihr ganzes Repertoire nur dann zeigen, wenn die Piste pickelhart sei. Sein Trainer Mike Pircher nickte: "Marcel hat bewiesen, wer die Hosen anhat. Das war eine unglaubliche Vorstellung. Wenn man sich auf dem Material wohlfühlt, dann kann man auch viel Risiko nehmen, ohne abgeworfen zu werden. Und genau das ist bei Marcel der Fall."

Unglaubliche Statistik
Die Statistik untermauert diese Aussage: Hirschers letztes Ausscheiden in einem Weltcup-Riesentorlauf datiert vom 6. Februar 2011 in Hinterstoder, wo er sich schwer verletzte! Seitdem gab es in insgesamt 30 Rennen zehn Siege, neun zweite Plätze und fünf dritte Ränge. Dreimal verpasste er als Vierter knapp das Podium. Dazu kamen ein fünfter, ein sechster und ein 16. Platz, bei dem er allerdings einen Steher hatte. Und im Slalom stand er seit dem Comeback im Herbst 2011 mit einer Ausnahme – heuer im März als 5. in Kranjska Gora – immer auf dem Podest, wenn er ins Ziel kam.

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