Mi, 26. September 2018

Zwölfjähriges Opfer

12.12.2014 21:24

Fall Rice: US-Gerichtsmedizin sieht Tötungsdelikt

Die Gerichtsmedizin von Cleveland im US-Bundesstaat Ohio hat den Fall des wegen einer Spielzeugpistole erschossenen zwölfjährigen Schwarzen Tamir Rice als Tötungsdelikt eingestuft. Todesursache sei eine Schusswunde im Oberkörper gewesen, zitierte CNN am Freitag aus Dokumenten der Gerichtsmedizin. Die Staatsanwaltschaft leitete Ermittlungen gegen den weißen Polizisten ein, der die tödlichen Schüsse abfeuerte. Über eine Anklage muss aber eine Grand Jury aus Laienrichtern befinden.

Der tragische Fall ereignete sich am 22. November. Anrainer hatten die Polizei gerufen, weil Rice in einem Park mit einer Spielzeugpistole herumfuchtelte. Die Angaben, dass es sich vermutlich um eine unechte Waffe in den Händen eines Kindes handle, wurden aber offenbar nicht richtig an die Streifenwagen übermittelt.

Polizist eröffnete sofort das Feuer
Aufnahmen einer Überwachungskamera zeigten, wie ein Polizeiwagen auf den Jungen zurast und kurz vor ihm stehen bleibt. Fast im selben Moment eröffnet ein Polizist das Feuer. Der Beamte und ein ebenfalls anwesender Kollege sind derzeit vom Dienst freigestellt.

Mutter fordert Verurteilung der Cops
Rice' Mutter Samaria forderte eine Verurteilung der beiden involvierten Polizisten. Anfang der Woche verlangte sie im TV-Sender ABC, dass die Beamten "dafür verantwortlich gemacht werden, was sie meinem Sohn angetan haben". Die Familie reichte außerdem eine Zivilklage gegen die Polizisten und die Stadt Cleveland ein.

Landesweite Proteste gegen Rassismus
Zwei ähnliche Fälle hatten in den vergangenen Monaten zu landesweiten Protesten gegen Rassismus und Polizeigewalt geführt. In beiden Fällen lehnte eine Grand Jury aus überwiegend weißen Laienrichtern eine Anklage der Polizisten ab.

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