Der russische Präsident Wladimir Putin hat beteuert, dass sich sein Land „nicht auf irgendeine Art von Kampf mit Europa“ vorbereite. Das würden lediglich „viele in Europa sagen“ und ankündigen, um sich deshalb selbst auf Kämpfe vorzubereiten.
Er wolle unterstreichen, dass Russland keine Vorbereitung für eine solche Aggression treffe, sagte Putin am Freitag in St. Petersburg. Kürzlich hatte etwa eine Person aus dem Umfeld des litauischen Verteidigungsministeriums gesagt, dass der Kreml neue Drohnenangriffe in Europa planen würde. Demnach könnten Mittelmeerländer wie Italien, Frankreich und Spanien ins Visier genommen werden. „Sie werden Drohnen einsetzen, die vom Meer aus gestartet und in Containern versteckt werden; das ist überhaupt nicht schwierig“, sagte dieser.
Litauen und andere Länder sollen von diesen Informationen kurz nach der mysteriösen Moskau-Reise des CIA-Direktors John Ratcliffe am 25. August erfahren haben. Auch Geheimdienste, unter anderem aus den USA und aus Dänemark, halten Drohnenangriffe auf europäische Mittelmeerländer für wahrscheinlich.
Fachmann hält Einmarsch für unwahrscheinlich
Zudem wird immer wieder vor möglichen russischen Attacken auf Nachbarländer gewarnt. „Es gibt ein geringes, aber wachsendes Risiko, dass Russland einen begrenzten militärischen Angriff gegen ein oder mehrere NATO-Länder an der Grenze zu Russland ausführen wird“, sagte der Leiter des Auslands- und Militärnachrichtendienstes FE, Thomas Ahrenkiel, am Donnerstag. Einen Einmarsch hält er aber nicht für wahrscheinlich. Es könne etwa verstärkte hybride Angriffe geben.
„Nicht zusätzliches Öl ins Feuer schütten“
Italiens Verteidigungsminister Guido Crosetto wies das in Bezug auf sein Land wiederum zurück. Die Warnung über mögliche Angriffe durch russische Schiffe und Drohnen sei nicht bestätigt. „Wir leben bereits in schwierigen, angespannten Zeiten, und niemand braucht zusätzliches Öl ins Feuer zu schütten“, kritisierte der Minister.
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