Mit einer wahren Machtdemonstration in der Loipe hat Felix Gottwald seine zweite Goldmedaille bei den Spielen in Turin und die achte Goldene für Österreich geholt. Nach dem Springen noch auf Rang 12 und mit 54 Sekunden Rückstand auf den Führenden Georg Hettich aus Deutschland in die Loipe gegangen, ging Gottwald schon nach der ersten von drei 2,5 km-Schleifen in der Loipe in Führung.
"Die äußeren Bedingungen kamen Gottwald sicher entgegen", so der nordische Sportdirektor Toni Innauer nach dem Rennen, "Durch den Schnee war es schwer und die Läufer vorne konnten nicht davon sprinten".
Gottwald unaufhaltsam
Ganz im Gegenteil zu Gottwald, der wie ein D-Zug heranbrauste, Sekunde um Sekunde aufholte und dann zu Beginn der zweiten 2,5 km-Schleife auch noch dem Rest des Spitzenfeldes davon zog.
Diesen Vorsprung gab Gottwald nicht mehr aus der Hand und lief locker und mit einem breiten Grinser über die Ziellinie.
Hinter dem Österreicher kamen Moan (NOR) und Hettich (GER) auf die Ränge zwei und drei. Die restlichen Österreicher: 13. Gruber, 14. Stecher, 23. Bieler.
Gold war "unerledigte Sache"
Nach Michaela Dorfmeister und Thomas Morgenstern krönte sich Felix Gottwald nun bereits zu unserem dritten Doppel-Olympiasieger bei den Spielen in Turin. "Ich habe mit dem Gold in der Staffel einen Teil meines Traumes erfüllt, das Einzelgold war noch eine unerledigte Sache. Man muss nach 13 Medaillen geduldig sein, damit die 14. golden wird", sagte Gottwald, der mit nun insgesamt sechs Medaillen zum erfolgreichsten Olympioniken Österreichs avancierte.
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