21.02.2006 07:40 |

Verbale Attacken

Iranischer Präsident mit Hitler verglichen

Der Präsident der französischen Judenvereinigung CRIF, Roger Cukierman, hat am Montag den iranischen Präsidenten Mahmud Ahmadinedschad mit Adolf Hitler verglichen. "Die Erklärungen des iranischen Präsidenten stehen Hitlers "Mein Kampf" in nichts nach", sagte Cukierman beim Jahresdiner des Repräsentativen Rates der jüdischen Institutionen Frankreichs (CRIF) in Paris. "Hitler hat's gesagt. Hitler hat's geschrieben. Hitler hat's gemacht. Und Hitler hatte nicht die Atombombe."

Die Geschichte habe gezeigt, dass man Drohungen stets ernst nehmen müsse, sagte Cukierman in Anwesenheit des französischen Premierministers Dominique de Villepin. Europa habe einen hohen Preis dafür gezahlt, dass es vor gut 70 Jahren den Drohungen des "kleinen schnauzbärtigen Mannes" Hitler nicht geglaubt habe. "Heute hält ein kleiner Mann ebenso beunruhigende Reden. Er kommt aus dem Iran." Ahmadinedschad hatte erklärt, Israel müsse von der Landkarte radiert werden, was von seinem Außenminister als "Missverständnis" bezeichnet wurde.

Iran soll von Fußball-WM ausgeschlossen werden 
Cukierman empfahl, den Iran von der Fußball-Weltmeisterschaft in Deutschland auszuschließen. "Eine solche Entscheidung hätte eine beträchtliche Wirkung auf das iranische Volk, das zu recht sehr stolz auf seine Teilnahme an dieser Endrunde ist." Er fügte hinzu: "Wird man den Iran Wirtschaftssanktionen unterwerfen?" Bei Südafrika habe dies gefruchtet. "Wird man die diplomatischen Beziehungen abbrechen? Wird man den Iran aus der UN ausschließen?"